Nach Todesfahrt mit SUV im Delmenhorster Ziethenweg: Verfahren eingestellt

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Am 19. November 2023 hatte ein SUV-Fahrer im Ziethenweg in Delmenhorst einen Mann totgefahren und war anschließend mit zwei weiteren Insassen im Auto geflüchtet. Der Wagen, ein schwarzer Mercedes ML, wurde Tage später von der Polizei sichergestellt, der Fahrer setzte sich allerdings ins Ausland ab. Nun hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg das Verfahren vorläufig eingestellt.

„Das angefragte Verfahren ist derzeit wegen unbekannten Aufenthalts des Beschuldigten eingestellt“, sagt Matthias Rennecke, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg auf Nachfrage von DelmeNews. Die Vorschrift, die hier zur Anwendung gekommen sei, ist der § 154f der Strafprozessordnung (Einstellung des Verfahrens bei vorübergehenden Hindernissen).

Er besagt: „Steht der Eröffnung oder Durchführung des Hauptverfahrens für längere Zeit die Abwesenheit des Beschuldigten oder ein anderes in seiner Person liegendes Hindernis entgegen und ist die öffentliche Klage noch nicht erhoben, so kann die Staatsanwaltschaft das Verfahren vorläufig einstellen, nachdem sie den Sachverhalt so weit wie möglich aufgeklärt und die Beweise so weit wie nötig gesichert hat.“

Näheres Vorgehen wird nicht kommuniziert

Was passiert, sollte der Fahrer wieder nach Deutschland einreisen, oder ob er womöglich an der Grenze beim Einreiseversuch verhaftet würde, beantwortet der Pressesprecher indes nicht. Aus ermittlungstaktischen Gründen könnten keine weiteren Auskünfte erteilt werden.

Symbolbild oben: Mit einem Mercedes ML dieses Typs wurde der Mann im Ziethenweg überfahren.

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3 Kommentare
  1. Fred Dunkhorst sagte:

    Ich finde es geradezu eine ohrfeige für die Angehörigen des Opfers. Wenn man den Namen hat, und das dürfte ja wohl der Fall sein ,kann man doch ein auslieferungs antrag bei den entsprechenden Stellen beantragen. Damit wäre dann wohl kein Problem diesen Mann sprich Täter vor Gericht anzuklagen. Zählt ein menschenleben das unverschuldet zu Tode gekommen ist nicht mehr? Ich könnte mir vorstellen wenn unsere staatlichen Organe einen VIP oder sogar Politiker davon betroffen wäre würde die Maschinerie sofort handeln! Daran kann man immer mehr erkennen dass es hier eine zwei klassengesellschaft gibt. Mehr als traurig.

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