Cannabis-Legalisierung: Kinderschutzbund Delmenhorst alarmiert – Abgabe über Apotheken gefordert

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Die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Cannabis-Legalisierung stößt beim Kinderschutzbund in Niedersachsen (DKSB) und besonders auch im Delmenhorster Ortsverband auf Kritik. Der DKSB fordert die Abgabe in Apotheken, der Delmenhorster Ortsverbandsvorsitzende Uwe Dähne sorgt sich zudem um den Schutz der Jugend in der Stadt.

Ab dem 1. April 2024 sollen der Eigenanbau und der Besitz von Cannabis für Erwachsene erlaubt werden. Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) in Niedersachsen ist für eine konsequente und lückenlos kontrollierte Abgabe.

 

Da die Institution sorgenvoll auf die geplante Freigabe von Cannabis schaut, fordert sie eine ausschließlich kontrollierte Abgabe, zum Beispiel in Apotheken. Auf diese Weise könne sichergestellt werden, dass tatsächlich nur Volljährige Zugang erlangen, heißt es in einer Mitteilung. Auch lasse sich die Abgabe von gesetzlichen Höchstmengen auf diesem Weg besser sicherstellen.

Heranwachsende „noch besser schützen“

„Eine Legalisierung schafft schwer zu kontrollierende Bedingungen in Bezug auf Altersbeschränkungen und Mengenbegrenzungen“, mahnt DKSB-Landesvorsitzende Daniela Rump. Sie fügt hinzu: „Es ist unumgänglich, ein besonderes Augenmerk auf den Kinder- und Jugendschutz sowie auf die Prävention zu lenken.“ Heranwachsende müssten „noch besser geschützt werden“.

Dähne: Reichen die Ressourcen in Delmenhorst?

Uwe Dähne vom DKSB Delmenhorst fragt sich derweil, ob die verfügbaren Ressourcen für die beiden Handlungsfelder Jugendschutz und Prävention in Delmenhorst überhaupt in einem ausreichenden Maße zur Verfügung stünden.

Eventuelle Verunreinigungen könnten bei einer kontrollierten Abgabe ebenfalls leichter verhindert werden und geschulte Fachkräfte könnten direkt am Verkaufsort Aufklärung und Prävention betreiben, heißt es seitens des DKSB.

Ab April: Eigenanbau erlaubt

Eigenanbau und Besitz bestimmter Mengen der Droge sollen für Volljährige ab dem 1. April 2024 erlaubt sein. Zum 1. Juli sollen Clubs für den gemeinsamen Anbau ermöglicht werden.

DKSB fordert Konsequenzen bei Verstößen

Im Fall von Verstößen gegen den Kinder- und Jugendschutz bei der kontrollierten Cannabis-Abgabe fordert der Landes-Kinderschutzbund verstärkte Konsequenzen. Dies könne jedoch nur funktionieren, wenn sichergestellt sei, dass die entsprechenden Kontrollinstanzen mit genügend Personal ausgestattet seien.

 

Symbolbild: Adobe Stock

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