Fasching in Ganderkesee: Polizei wegen Gewaltdelikten und Belästigungen stark gefordert

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 Am Samstag, 10. Februar 2024, fand der „Fasching um den Ring“ in Ganderkesee statt. Die Veranstaltung wurde von Beamtinnen und Beamten der Polizei begleitet. Nach dem Umzug wurde noch fleißig gefeiert. Die Beamten hatten am Abend und in der Nacht leider sehr viel zu tun.

Der Fasching am Samstag startete mit dem Umzug durch den Ortskern der Gemeinde Ganderkesee. Am traditionellen Festumzug nahmen 70 Gruppen mit rund 3.000 Personen teil. Tausende Besucher säumten die 3,5 Kilometer lange Umzugsstrecke. Ab 11:30 Uhr war die Durchfahrt durch den Ortskern von Ganderkesee gesperrt. Der Umzug selbst fand zwischen 14:00 und 17:00 Uhr statt.

Sperrung kann erst spät aufgehoben werden

Wie die Polizei berichtet, konnte die Straßensperrung erst um 19:30 Uhr wieder aufgehoben werden, weil die Umzugsstrecke insbesondere durch Glasscherben stark verunreinigt war.

Alkohol sorgt für Vielzahl an Gewaltdelikten

Bei steigender Alkoholisierung der Gäste mussten die Einsatzkräfte der Polizei eine Vielzahl an sogenannten veranstaltungstypischen Gewaltdelikten verzeichnen.

Bereits bis Sonntagmittag waren der Polizei insgesamt 22 körperliche Auseinandersetzungen bekannt geworden, bei denen die Opfer Verletzungen erlitten, die in einigen Fällen medizinisch behandelt werden mussten.

35 Jähriger nach Angriff kurzzeitig bewusstlos

Nachdem das Fest im Zelt in der Raiffeisenstraße am Sonntag gegen 03:30 Uhr offiziell beendet war, ist ein 35-jähriger Mann aus Ganderkesee niedergeschlagen worden.

Er erlitt eine stark blutende Verletzung am Kopf und war kurzzeitig bewusstlos. Nach einer notärztlichen Behandlung wurde er mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren.

Im Rahmen der Fahndung wurde ein 23-jähriger Tatverdächtiger aus dem Ammerland ermittelt.

Unsittliche Berührungen

Das Gedränge im Festzelt nutzten mindestens drei Männer aus, um drei junge Frauen unsittlich zu berühren. Eine 16-Jährige wurde gegen 20 Uhr auf der Tanzfläche von einem bisher unbekannten Mann angefasst. Sie konnte sich aus seiner Umklammerung lösen und beschrieb den Mann als

– ungefähr 175 cm groß

– 30 – 35 Jahre alt

– längerer Bart

– eher korpulent

– südeuropäisches Erscheinungsbild

Eine 21-jährige Frau gab gegenüber der Polizei an, von einem ihr flüchtig bekannten Mann sexuell belästigt worden zu sein. Auch hier wurden Ermittlungen ausgenommen.

Am frühen Sonntag, 11. Februar 2024, 02:15 Uhr, belästigte ein 31-jähriger Bremer eine 22-Jährige, indem er ihr an das Gesäß fasste.

Mann soll Hitlergruß gezeigt haben

Gegen einen 53-Jährigen aus Ganderkesee hat die Polizei Ermittlungen eingeleitet, weil er gegen 18:30 Uhr an der noch gesperrten Umzugsstrecke den sogenannten Hitlergruß gezeigt haben soll.

Am frühen Samstagabend wurde einem 23-jährigen Bremer der Zutritt zum Festzelt verwehrt, weil er bereits zu diesem Zeitpunkt sehr stark alkoholisiert war.

Polizistin in Finger gebissen

Einsatzkräfte der Polizei begleiteten ihn zum Bahnhof, um sicherzugehen, dass er der erteilten Platzverweisung auch nachkommt. Als er realisierte, dass die Party für ihn beendet war, zeigte er sich renitent und biss einer 31-jährigen Beamtin in den Finger. Trotz getragener Handschuhe erlitt sie leichte Verletzungen. Der 23-Jährige wurde in Gewahrsam genommen.

Die Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch erhielten Unterstützung von Diensthundführern der Polizeidirektion Oldenburg und Beamten der Bundespolizei. Das doch recht hohe Aufgebot an Einsatzkräften war nach Polizeiangaben rückblickend leider erforderlich, um dem Großteil der friedlich Feiernden einen schönen Tag zu ermöglichen.

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