Krankenhaus-Standort Delmenhorst ist wichtig – JHD hat Staatssekretär Heiger Scholz zu Gast

05. 02. 2020 um 15:08:51 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Aus der Landeshauptstadt Hannover empfing heute (5. Februar) das Josef-Hospital Delmenhorst (JHD) hohen Besuch. Heiger Scholz (SPD), seines Zeichens Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, kam vorbei, um sich persönlich von der guten Entwicklung des JHD zu überzeugen. Zur Neubauplanung tauschte er sich auch im Beisein von Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD) und dem Landtagsabgeordneten Deniz Kurku (SPD) aus.
 
Während seines zweistündigen Aufenthaltes im JHD besichtigte Staatssekretär Heiger Scholz das elektrophysiologische Labor mit dem Linksherzkatheter-Messplatz. Dieser wird seit November 2019 in Zusammenarbeit mit der Elektrophysiologe Bremen betrieben. „Solch eine Einrichtung ist erst wieder in Hamburg in dieser Art zu finden“, macht Scholz auf die Besonderheit dieser neu geschaffenen Station aufmerksam. Dass neben Erwachsenen auch Kinder damit behandelt werden, ist selten.
 

Linksherzkatheter-Messplatz verleiht Delmenhorst eine führende Rolle

Laut Aline Becker, der Assistenz der Geschäftsführung und Zuständigen für die Öffentlichkeitsarbeit des JHD, bildet Delmenhorst eines von bundesweit nur drei Zentren, an denen die Behandlung mit dem Linksherzkatheter auch für Kinder möglich ist. Unter diesen hat das JHD sogar die höchsten Zahlen in ganz Deutschland vorzuweisen.

Oberbürgermeister Axel Jahnz, der die Abteilung bereits einmal zuvor im November besuchte, erklärt: „Auch für Nichtmediziner ist es beindruckend.“ Insbesondere mit Blick auf die Kinder hält er es für eine große Leistung, was auf dieser Station bewirkt wird. Für die künftige Entwicklung und den Neubau des Krankenhauses, sieht es Scholz als positiv an, dass es sich durch den Kauf im Besitz der Stadt befindet.
 

Baubeginn des Parkhauses ist für Sommer geplant

Er geht davon aus, dass nach dem Eingang der Förderbescheide auch Fördermittel fließen werden, ohne genaue zeitliche Angaben zu machen. „Wir werden jeden Bau- beziehungsweise Planungsfortschritt in Hannover anzeigen“, versichert Jahnz, der den Besuch von Scholz als wichtiges Signal der Landesregierung deutet.

Florian Friedel, der JHD-Geschäftsführer, bestätigt: „Wir sind im ständigen Kontakt mit Hannover und auch mit dem Sozialministerium.“ Zum weiteren Ablauf beim Neubau teilt er mit, dass nach dem Fällen der Bäume, die Ausschreibung für den Abriss der ehemaligen Kinderklinik bis Anfang März erfolgt. „Wir gehen davon aus, im März planmäßig mit dem Abriss zu beginnen“, äußert Friedel.

Im Sommer soll dann die Konstruktion des Parkhauses anlaufen, wobei noch nicht endgültig feststeht, wem die Verantwortung dafür übertragen wird. „Es ist gut, dass wir da von den Stadtwerken unterstützt werden“, bekundet der JHD-Geschäftsführer. Sowohl der Zeitplan als auch die Rollenverteilung sollen eingehalten werden. Über die Finanzierung, die in diesem Fall ohne Fördergelder gestemmt werden muss, werden noch letzte Gespräche geführt.
 

JHD übersteigt Grundversorgung bei Weitem

Gegen Jahresende ist zudem vorgesehen, eine Nachtragsplanung für den Krankenhausneubau einzureichen, die sich auf die Fördermittel auswirken kann. Seiner Freude über Scholz‘ Besuch verleiht auch der Delmenhorster Landtagsabgeordnete Deniz Kurku Ausdruck: „Wir freuen uns. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich der Staatssekretär hier den Stand der Planungen anschaut.“

Scholz beteuert: „Das Sozialministerium hat nie in Erwägung gezogen das Krankenhaus in Delmenhorst zu schließen“. Allerdings räumt er ein, dass die Kommunalaufsicht, die mehr auf die Zahlen achtet, nach der Notwendigkeit für das Krankenhaus fragte. Bewusst ist ihm auch, dass es in einzelnen Fällen bei kleinen Kliniken zu Schließungen kommen wird.

Das JHD zählt seiner Meinung nach zu den mittelgroßen Kliniken und verfügt über eine Ausstattung, die weit mehr als nur die Grundversorgung bietet. Friedel verweist auf das Einzugsgebiet mit 1,1 Millionen Patienten, die innerhalb einer halben Stunde das Krankenhaus erreichen können. In dieser Hinsicht kann ihm zufolge kein Krankenhaus in Bremen oder Oldenburg mithalten. „An der Wichtigkeit des Standortes bestand aus medizinischer und sozialpolitischer Sicht nie ein Zweifel“, betont Scholz.
 
Bild: Christa Ibelings (v. l.), Pflegedienstleiterin des JHD, JHD-Geschäftsführer Florian Friedel, Gert Prahm, Betriebsratsvorsitzender des JHD, SPD-Landtagsabgeordneter Deniz Kurku, Heiger Scholz, Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, und Oberbürgermeister Axel Jahnz besprachen die Entwicklung und Zukunft des Krankenhauses.



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