Kinderschutzbund bietet Familien in der Pandemie eine Auswahl an unterstützenden Maßnahmen

18. 02. 2021 um 16:27:21 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Für Kinder sind es aktuell keine einfache Zeiten, weil sich die Corona-Pandemie auch auf ihre Möglichkeiten negativ auswirkt. Das betrifft im hohen Maße ihre Bildung sowie die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Sowohl die Betreuung im Homeschooling als auch das Arbeiten im Homeoffice stellen Familien vor Herausforderungen. Mit Angeboten will der Ortsverband Delmenhorst des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) zum Kindeswohl in Corona-Zeiten beitragen.
 
Vor allem für Kinder aus unterprivilegierten Familien sind die Konsequenzen der Pandemie sehr von Nachteil. Bestanden in Abhängigkeit von der sozialen Herkunft ohnehin bereits Unterschiede bei den Bildungschancen, sorgt die Pandemie dafür, dass diese sich weiter verstärken und zum Teil zur Ausgrenzung führen. Zunehmende Unzulänglichkeiten existieren gerade im Bereich der Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben, wie zum Beispiel der Besuch von Kursen an der Musikschule oder die Mitgliedschaft in Sportvereinen.
 

Stockende Digitalisierung gefährdet zunehmend das Kindeswohl

Das hängt damit zusammen, dass sich viele Angebote des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) momentan nicht nutzen lassen. Coronabedingte Unterrichtskonzepte kommen speziell an Grundschulen bei sozial benachteiligten Familien bloß in begrenzten Ausmaß an, woraus sich Wissenslücken in der Grundbildung von Kindern ergeben.

Immer mehr zulasten des Kindeswohls und der Bildungsperspektiven von Kindern gestalten sich die schleppende Digitalisierung des Unterrichts sowie der insbesondere in Grundschulklassen reduzierte soziale Austausch von Kindern. Obendrein verlangen Homeschooling und Homeoffice von unzähligen Familien viel ab. Des Weiteren fehlt ihnen der soziale Austausch über Lösungen für dadurch entstehende familiäre Probleme. Behilflich sein kann dabei der Delmenhorster Kinderschutzbund.
 

Telefonate, Elternberatung zu festen Sprechzeiten und Kinderhilfsfonds helfen auf die Schnelle

Er stellt mehrere kurz- und, soweit es coronakonform machbar ist, auch mittelfristige Maßnahmen zur Verfügung. Kurzfristige Unterstützung bezüglich der Folgen der Corona-Krise vor Ort kann das Team vom Ortsverband Delmenhorst des DKSB per Anruf leisten. Dieses Angebot ist anonym, vertraulich und gratis.

Zuletzt fand darüber hinaus der neue Online-Kurs für Eltern „Ich-Du-Wir – Familienleben in Zeiten von Corona“ statt, der ebenfalls diese Kategorie zuzuordnen ist. Hinzukommt eine Elternberatung, die nicht an schwer erfüllbare Vorbedingen geknüpft ist und an festen Terminen erfolgt. Außerdem gibt es noch den Kinderhilfsfonds, der Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren fördert. Beabsichtigt wird damit, in Kooperation mit pädagogischem Fachpersonal Kinder aus finanziell benachteiligten Familien zu unterstützen.
 

Mittelfristig sollen die Hausaufgabenbetreuung, Kurse mit Zoom und Erlebnistage helfen

Wachsender Bedarf wurde ausgemacht, was unter anderem an coronabedingten Arbeitsplatzverlusten der Elternliegt. Hingegen zählt zu den mittelfristigen Maßnahmen, dass Hausaufgabenbetreuung für Grundschüler durch ehrenamtlichen Helfern des Kinderschutzbundes wiederaufgenommen wird. Selbstverständlich müssen Hygiene- und Abstandsregeln erfüllt werden.

Die Nachfrage seitens von Familien und Schulen danach ist groß und steigt wegen der Corona-Pandemie stetig. Via Zoom-Meeting soll der Kurs „Kochen mit Kids“ fortgesetzt werden. Angeleitet von Frau Bachner werden schmackhafte Speisen angerichtet. Entsprechende Zutaten zum Kochen beschafft Bachner und werden für angemeldete Familien beim Kinderschutzbund abholbereit aufbewahrt.

Je nach Möglichkeit sollen auch Erlebnistage erneut veranstaltet werden, also Ausflüge von Kindern im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren mit Begleitung, die beispielsweise ins Klimahaus nach Bremerhaven, zu einem Spaßtag in der Grafttherme oder zum Kochen bei der EWE führen. Der Kurs „Starke Eltern-Starke Kinder“ soll ebenfalls per Zoom-Meeting weitergeführt werden.
 

Unterbringung für die Hausaufgabenhilfe in der Innenstadt wird dringend gesucht

Zwingend sucht der Delmenhorster Kinderschutzbund in der Innenstadt nach Räumlichkeiten für die Hausaufgabenhilfe. Ferner sei für die Gewährleistung seiner Maßnahmen in der Zukunft eine langfristige finanzielle Unterstützung als Alternative zur bisherigen Zuschussgewährung erforderlich. Das Team ehrenamtlicher Mitarbeiter heißt jede zusätzlich Kraft willkommen. Wer weitere Informationen benötigt oder sich anmelden will, kann sich an die Geschäftsstelle des Ortsverbands Delmenhorst des DKSB unter (04221) 13636 oder per E-Mail an dksb_delmenhorst@web.de wenden.
 
Bild: Mit einer Vielzahl von Maßnahmen kann der Ortsverband Delmenhorst des Deutschen Kinderschutzbundes Familien und Kindern in der Corona-Pandemie beistehen.



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