Frauenmarsch am 5. Mai: Linksjugend sieht Veranstaltung weiter kritisch – Organisatoren weisen Vorwürfe zurück.

24. 04. 2018 um 14:48:09 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Bekanntlich ist für den 5. Mai ein Frauenmarsch in Delmenhorst geplant. Die “Linksjugend solid Delmenhorst” wirft den Veranstaltern vor, diese Demonstration zur Verbreitung von Rassismus zu nutzen. Die Veranstalter weisen die Vorwürfe zurück.
 
“Wir sind keine Rassisten und haben auch nicht vor, rassistische Einstellungen zu verbreiten”, heißt es in einer Antwort, die auf unsere Anfrage über die Facebookseite der Veranstaltung an die unbekannten Organisatoren bei uns eintraf. Name oder Organisation hat der Schreiber nicht hinterlegt. “Wir lehnen Rassismus oder Neofaschismus grundsätzlich und auch auf unserer Demo ab.”
 

Veranstalter: Bei rassistischen Äußerungen melden

Laut Eigenaussage der Organisatoren gäbe es rassistische Äußerungen weder auf ihrer Facebookseite, noch im Flyer zur Veranstaltung. Falls dem doch so sein sollte, bitten die Veranstalter darum, ihnen Bescheid zu geben.
 
Etwas anders, als diese Aussage vermuten lässt, liest sich der Flyer, der uns vorliegt. So ist darin unter anderem zu lesen: “Einwanderer aus archaischen Kulturen verändern unter Land! In diesen, meist muslimisch geprägten Kulturen, sind Frauen weniger wert als Männer.” Ferner würden in Staaten wie Irak oder Syrien Frauen unterdrückt, und Vergewaltigungen seien an der Tagesordnung.
 
Dass sich unter den angemeldeten Teilnehmern der Demonstration auch der vermeintliche Neofaschist Gerhard Vierfuß befindet, kommentieren die Veranstalter so: “Für unseren Frauenmarsch kann sich jeder auf unserer Seite anmelden, darauf haben wir keinen Einfluss. Auf der Demo selbst dürfen alle friedlichen Mitbürger, die sich an unsere strengen Veranstaltungsregeln halten, mitlaufen.”
 

Linksjugend: Frauenmarsch zur Verbreitung rassistischer Ideen

Die Linksjugend sieht die Sache etwas anders. Diese bezeichnet den geplanten Frauenmarsch als rassistisch und Vierfuß als aktiven Neofaschisten. Als Anwalt würde er die “Identitäre Bewegung” vertreten und diese unterstützen. Diese will eine Vermischung der deutschen Kultur mit anderen Kulturen vermeiden und lehnt “Multikulti” ab. “Vierfuß neofaschistische Ideologie bedeutet in ihrer Umsetzung die Deportation von Millionen von Menschen”, heißt es von der Linksjugend-Sprecherin Lisa Theophil.
 
Die Linksjugend will zeitgleich eine Gegendemonstration auf die Beine stellen. AfD-Ratsherr Lothar Mandalka, der ebenfalls an der Veranstaltung teilnehmen will, wies auf Nachfrage darauf hin, dass er als Privatperson dort ist. Mit der Organisation des Marsches habe seine Partei nichts zu tun.
 



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