Schwerer Unfall auf inkoop-Baustelle in Oldenburger Straße – Mauer und Baugerüst stürzen um, Verletzte, Straße bleibt bis Donnerstag gesperrt

16. 12. 2015 um 16:46:41 Uhr | DelmeNews-Redaktion

Beim Rohbau des inkoop-Supermarkts an der Oldenburger Straße hat es einen schweren Unfall gegeben. Dabei ist eine Mauer und ein Baugerüst eingestürzt. Die Trümmer fielen auf den Fußweg und die Oldenburger Straße. Fünf Menschen wurden verletzt. Ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz, die Oldenburger Straße bleibt an der Stelle voerst großflächig gesperrt.
 
Am heutigen 16. Dezember 2015 ist um 14.50 Uhr beim Rohbau des inkoop-Verbrauchermarktes in der Oldenburger Straße eine Außenmauer eingestürzt. Beschädigt wurden dabei zwei parkende sowie ein vorbeifahrender PKW.
 

Bauarbeiter stürzen vom Gerüst

An der Mauer war ein Baugerüst montiert. Auf diesem Baugerüst befanden sich fünf Bauarbeiter, die von dem Gerüst aus fünf Metern Höhe in die Tiefe gestürzt sind. Drei Bauarbeiter wurden schwerverletzt, einer leichtverletzt und ein weiterer blieb unverletzt. Einer der schwerverletzten Bauarbeiter wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Noch unklar, ob noch Menschen unter den Trümmern liegen

Ob noch Menschen unter den Trümmern liegen, steht auch um 20 Uhr noch immer nicht hundertprozentig fest. Selbst nach einem Absuchen durch Spürhunde der Polizei und der Rettungshundestaffel Wesermarsch kann noch keine endgültige Entwarnung gegeben werden, teilt die Polizei mit. Im Laufe der Nacht sollen die Trümmerteile von der Unglücksstelle geräumt werden. Erst danach kann mit abschließender Gewissheit mitgeteilt werden, ob Personen verschüttet wurden. Hierzu wird die Polizei am Donnerstagvormittag nachberichten.
 
Die Rettungskräfte und Polizei waren mit einem Großaufgebot an Kräften im Einsatz. Eingesetzt waren dabei die Berufsfeuerwehr Delmenhorst und die Freiwilligen Feuerwehren Delmenhorst-Stadt und Delmenhorst-Süd, sechs Rettungswagen und drei Notärzte waren vor Ort, deren Einsatz von jeweils einem sogenannten Organisatorischen Leiter koordiniert wurde. Das Technische Hilfswerk hat die Rettungs- und Aufräumarbeiten ebenfalls unterstützt.
 

Oberbürgermeister vor Ort

Auch Oberbürgermeister Axel Jahnz hat sich ein Bild von der Unglücksstelle gemacht, mit dabei war die Fachbereichsleiterin für Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr, Petra Gerlach, sowie der Leiter des Fachdienstes Bauordnung, Herr Bott.
 

Einsatzkräfte loben Bevölkerung

Lobend erwähnt wurde die Vielzahl an Bürgern, die Notrufe abgesetzt und Erste Hilfe geleistet haben. Insbesondere die Gewerbetreibenden der umliegenden Geschäfte hätten sich vorbildlich um die verletzten Personen gekümmert.
 

Ermittlungen zur Unfallursache dauern an

Die Ermittlungen zur Einsturzursache dauern an. Beteiligt sind neben der Polizei auch das Gewerbeaufsichtsamt und die Berufsgenossenschaft. Welche Arbeiten zum Unfallzeitpunkt durchgeführt wurden, kann derzeit noch nicht gesagt werden.
 

Sperrung bis Donnerstag

Die Oldenburger Straße bleibt zwischen der Brauenkamper Straße und der Wildeshauser Straße weiterhin gesperrt.
 
 

Nachträge:

Nachtrag vom 17. Dezember 2015, 8.20 Uhr:
Nach Angaben der Feuerwehr wurden unter den Trümmern keine Menschen gefunden. Bis 0 Uhr am 17. Dezember war die Feuerwehr im Einsatz und hat Trümmerteile und mehrere Tonnen Beton weggeräumt. Wie bereits berichtet, bleibt die Straße in dem Bereich großräumig noch bis 10 Uhr gesperrt.
 
Nachtrag vom 17. Dezember 2015, 11.05 Uhr:
Anders als ursprünglich geplant, konnte die Sperrung der Oldenburger Straße noch nicht wieder aufgehoben werden. Sie bleibt vorerst weiterhin zwischen der Brauenkamper Straße und der Wildeshauser Straße gesperrt. Die Erforschung der Unfallursache durch die Gutachter ist noch nicht abgeschlossen. So lange werden nach Angaben der Polizei auch die Trümmer nicht entfernt. Sie waren heute Nacht in Abstimmung mit den Gutachtern umgeschichtet wurden, um festzustellen, ob sich Personen darunter befinden. Erst nach Abschluss der gutachterlichen Arbeit wird mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Meidet diesen Bereich daher am besten bis auf Weiteres weiterhin großräumig.
 
Nachtrag vom 17. Dezember 2015, 15.40 Uhr:
Soeben teilte die Polizei mit, dass die Gutachter ihre Arbeit vor Ort kürzlich beendet haben. Dennoch bleibt die Oldenburger Straße im Bereich der Unglücksstelle weiterhin gesperrt, da die Abriss- und Aufräumarbeiten noch weiterhin andauern werden. Eines ist jetzt gewiss: Bei den derzeit schwerverletzten Personen, die momentan behandelt werden, handelt es sich um einen 30-jährigen aus Drebber und einen 32-jährigen Saterländer. Weiterhin wurden ein 48-jähriger Saterländer ebenso schwer und ein 30-jähriger Bremer leicht verletzt.
 


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