Ein Ort des Gedenkens – Graftbäume erinnen an die Taten von Niels H.

02. 12. 2016 um 15:51:25 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Drei Bäume die Kraft spenden sollen, Bäume, die diese unvorstellbar schrecklichen Taten niemals in Vergessenheit geraten lassen sollen. Inmitten der Graft, nahe dem Spielplatz, wurden diese drei Bäume nun gepflanzt. „An all diejenigen, die sich Niels H. anvertrauten und um ihr Leben betrogen wurden“ – so steht es auf einem kleinen Schild in der Mitte der drei Bäume.
 
„Die Worte fallen mir nicht leicht“, erklärt Axel Jahnz, Oberbürgermeister der Stadt Delmenhorst, dem das Thema sichtlich nahe geht. „Zuerst möchte ich allen Angehörigen der Opfer mein herzliches Beileid aussprechen“, ergänzt Jahnz.
 
 

Jahnz dankte allen Helfern für die Aufklärung der Fälle

Als er vor etwa zwei Jahren das Amt des Bürgermeisters antrat, ahnte er bei Weitem nicht, dass so etwas Furchtbares auf die Stadt zukommen würde. „Ich danke allen, die dazu beitragen, dass diese Fälle aufgeklärt werden, dass die Angehörigen irgendwann alle Antworten auf ihre Fragen bekommen und endlich zur Ruhe kommen können“, so der Oberbürgermeister. Die Bäume würden dafür sorgen, dass diese unvorstellbaren Taten niemals in Vergessenheit geraten, außerdem sollen sie Kraft spenden und zu einem Ort der Andacht werden.
 

Angehörigen der Opfer Mut zugesprochen

Gaby Lübben, Opferanwältin aus Delmenhorst, spricht den Angehörigen Mut zu: „Neben all dem Furchtbaren, was passiert ist, sollten wir gemeinsam auch nach vorne schauen, das Positive darin sehen. So sollten wir beispielsweise an die Zeit mit unserem Bruder, unserem Mann oder unserer Schwiegermutter denken, als diese noch an unserer Seite waren“, sagt Lübben, die den Angehörigen Gerechtigkeit verspricht.
 
So gehe es selbstverständlich nicht um Resignation und Gleichgültigkeit, nein, es gehe um positives Denken. „Ich werde so lange kämpfen, bis es entsprechende Gerechtigkeit gibt, das verspreche ich“, so die Opferanwältin. So würden die drei gepflanzten Bäume drei Zeitformen ausdrücken: die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft.
 
Foto: Oberbürgermeister Axel Jahnz gedachte mit den Angehörigen den Opfern von Niels H.
 





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Ihre Kommentare

Ein Schild, auf dem der Name des Mörders steht…man muss kein Psychologiestudium absolviert haben um dies mehr als grotesk zu empfinden!
Ein Mann der den großen Helden spielen wollte und unschuldige Menschen ermordet hat bekommt nun eine zusätzliche Bühne….ohne Worte!

Man kann das durchaus auch anders interpretieren: Dieser Name wird für immer und ewig den denkbar schlechtesten Ruf geniessen – auch das ist Strafe für den Täter ! Eine andere Sicht halte ich persönlich für mehr als bedenklich !!!

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