Zoll prüft im Frisör- und Kosmetikgewerbe: 23 Strafverfahren eingeleitet

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Bremen führte kürzlich in Bremen und Delmenhorst zusammen mit den Finanzämtern, der Polizei und dem Gewerbeaufsichtsamt Prüfungen in der Frisör- und Kosmetikbranche durch. Dabei wurden in 11 Betrieben 73 Arbeitnehmer kontrolliert.

23 Strafverfahren wurden noch vor Ort eingeleitet, davon vier in Bremen, achtzehn in Bremerhaven und ein Strafverfahren im Landkreis Stade. Gründe für die Strafverfahren waren das Antreffen von Nicht-EU-Ausländern, die entgegen ihrer Aufenthaltsbestimmungen eine Tätigkeit aufgenommen hatten und sich somit illegal in der Europäischen Union aufhielten sowie fehlende oder zu geringe Beiträge zur Sozialversicherung. In Delmenhorst führten die Prüfungen zu keinen Beanstandungen.

„Schwarzarbeit ist Wirtschaftskriminalität auf Kosten der Allgemeinheit“

Nach den bisherigen Auswertungen ergaben sich 16 weitere Verdachtsfälle, unter anderem wegen möglicher Verstöße gegen das Mindestlohngesetz, unberechtigten Bezug von Arbeitslosenunterstützung und nicht oder nicht ausreichend geleisteter Sozialabgaben. Im Zuge der Prüfungen wurden weiterhin 21 Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Arbeitgeber und Arbeitnehmer eingeleitet. „Aufgrund des hohen Kosten- und Lohndrucks gehört die Frisör- und Kosmetikbranche zu den besonders für Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung anfälligen Branchen“, erläutert Volker von Maurich, Pressesprecher des Hauptzollamts Bremen. „Mit unseren Prüfungen schützt der Zoll den Sozialstaat und die Betriebe, die sich an die gesetzlichen Vorgaben halten. Schwarzarbeit ist Wirtschaftskriminalität auf Kosten der Allgemeinheit“. An die Prüfungen schließen sich umfangreiche und zeitintensive Nachermittlungen an, die noch andauern.

Bildqueller: Hauptzollamt Bremen

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert