Wie sicher ist die Zukunft von Atlas?
Die Nachricht über die Übernahme des operativen Geschäfts durch den Investor Buhler Versatile hat in der gesamten Region für Erleichterung gesorgt: Nach Monaten der Unsicherheit scheint der Fortbestand des traditionsreichen Baumaschinenherstellers Atlas nun gesichert. Dennoch sind für viele Beschäftigte noch Fragen offen.
Der Delmenhorster Bürgermeister Murat Kalmis (FDP) spricht von einem starken Signal für die Zukunft des Unternehmens: „Besonders freue ich mich darüber, dass die drei Standorte erhalten bleiben sollen und ATLAS seine Präsenz in unserer Region fortführen kann. Die Arbeitsplätze der Beschäftigten in Delmenhorst sind für unsere Stadt von großer Bedeutung.“ Als Bürgermeister und langjähriger Begleiter des Unternehmens werde er die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.
Konkrete Aussagen
Nicht ganz so rosig sieht Ganderkesees Ratsherr und Bürgermeisterkandidat Martin Faqeri (Linke) die Lage. Berichte über einen möglichen Arbeitsplatzabbau von bis zu 200 Stellen würden die Frage aufwerfen, welche Verantwortung ein industrieller Neustart gegenüber den Menschen in der Region trägt. Er fordert den Investor sowie die Geschäftsführung dazu auf, schnellstmöglich konkrete Aussagen über die Zukunft des Unternehmens vorzulegen. Die Beschäftigten hätten ein Recht darauf, zu erfahren, wie die weiteren Planungen aussehen und welche Auswirkungen diese auf die Belegschaft haben werden.„Wer jeden Tag zur Arbeit geht und mit seiner Leistung zum Erfolg des Unternehmens beiträgt, darf nicht monatelang in Unsicherheit gelassen werden. Die Menschen brauchen Klarheit und Perspektiven“, so Faqeri.
Kahlschlag bei den Arbeitsplätzen
Er erhebt dabei drei konkrete Forderungen: verbindliche Standortgarantien für Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta, vollständige Transparenz gegenüber Beschäftigten, Betriebsrat und IG Metall sowie den Verzicht auf einen einseitigen Kahlschlag bei den Arbeitsplätzen. Ein möglicher Abbau von bis zu 200 Arbeitsplätzen wäre nicht nur für die unmittelbar Betroffenen ein schwerer Einschnitt. Die Folgen würden weit über Atlas hinausreichen und die gesamte regionale Wertschöpfungskette von Familien über Zulieferbetriebe bis hin zum Einzelhandel treffen: „Jeder Arbeitsplatz bei Atlas bedeutet Einkommen, Kaufkraft und Zukunftsperspektiven für Menschen in unserer Region. Deshalb ist diese Entwicklung nicht allein eine betriebswirtschaftliche Frage, sondern eine Frage gesellschaftlicher Verantwortung“.











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