VSR Gewässerschutz testet Brunnenwasser in Brinkum

Um Leitungswasser zu sparen, ist es bei sommerlichen Temperaturen sinnvoll, zum Gießen von Gemüse oder zum Befüllen eines Planschbeckens Brunnenwasser zu verwenden. Allerdings sollten dabei gesundheitsgefährdende Belastungen ausgeschlossen sein – was Brunnenbesitzer am 12. August in Stuhr anhand einer Wasseranalyse prüfen lassen können.

Dann macht nämlich das Labormobil des VSR Gewässerschutz EV von 9 bis 11 Uhr auf der „Ziegenwiese“ an der Bassumer Straße in Brinkum Station. Heinz-Theo und Sonja van Wickeren, die sich in der gemeinnützigen Organisation engagieren, nehmen in dieser Zeit wieder die Proben der Bürger entgegen.

Häufige Belastungen

„Das Wasser aus dem Gartenbrunnen ist häufig mit Nitraten, Eisen, Bakterien und weiteren Stoffen belastet“, erklärt Heinz-Theo van Wickeren. Im Labormobil untersucht er wieder gegen eine Beteiligung von zwölf Euro den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt. Diese Ergebnisse erhalten die Brunnenbesitzer direkt am Infostand am Ende der Aktion. Gegen eine weitere Kostenbeteiligung können zusätzliche Parameter analysiert werden. Durch die ergänzenden Untersuchungen erfährt man, ob das Wasser zum Gemüse gießen oder sogar zum Befüllen von Planschbecken und Teichen geeignet ist. „Außerdem können wir eine Einschätzung dazu geben, inwieweit das Wasser im Notfall zum Trinken einsetzbar ist“, betont Sonja van Wickeren. Diese Messwerte bekommen die Brunnenbesitzer in einem ausführlichen Gutachten mit der Post zugesendet. Die Gewässerexperten bieten zusätzlich jeden Donnerstag zwischen 10 und 14 Uhr eine telefonische Beratung unter 02831 9763342 an.

Proben in Kunststoffflaschen

Der VSR-Gewässerschutz empfiehlt zur Probenahme 0,5 Liter Mineralwasserflaschen aus Kunststoff zu nutzen: „Mineralwasser aus der Flasche gießen, mehrmals mit Brunnenwasser spülen und dann bis zum Rand füllen ohne den Deckel oder Flasche von innen zu berühren“, rät Heinz-Theo van Wickeren. Die Gartenbesitzer und der Verein tragen durch die Analyse von Brunnenwasser gemeinsam dazu bei, dass die Qualität des Grundwassers auch außerhalb von Wasserschutzgebieten verbessert wird.

Der VSR-Gewässerschutz wurde 1980 als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen gegründet. Der gemeinnützigen Umweltschutzorganisation ist es wichtig, dass die Menschen über die Belastungen und deren Ursachen informiert sind. So hat das Team nicht nur die Ergebnisse der Brunnenwasser-Analysen ausgewertet, sondern diese auch mit  landwirtschaftlichen Daten abgeglichen. Die aktuellen Messergebnisse aus dem Kreis Diepholz finden alle Interessierten auf der Homepage vsr-gewaesserschutz.de/regionales/niedersachsen-bremen/kreis-diepholz/brunnen

Bild: Heinz-Theo van Wickeren vom VSR Gewässerschutz empfiehlt zur Probenahme 0,5 Liter Mineralwasserflaschen aus Kunststoff. Bildquelle: Ruben Wiltsch

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