Von Losern und anderen Gewinnern: Neue Ausstellung in der Galerie am Stall in Hude

Am kommenden Sonntag, 02. November 2025, wird um 15:00 Uhr die neue Ausstellung „Von Losern und anderen Gewinnern“ in der Galerie am Stall in Hude eröffnet. Gezeigt werden Keramik-Skulpturen der beiden Bremerinnen Stefanie Supplieth und Malerei von Anette Venzlaff. Beide Künstlerinnen haben zusammen mit dem Galeristen Frank L. Giesen die Ausstellung mit mehr als 40 Exponaten kürzlich eingerichtet.

Stefanie Supplieth schafft bemalte Skulpturen aus gebranntem Ton. Ihre Figuren, kleine Wandfigurinen oder freistehend, wirken, als kämen sie geradewegs aus dem alltäglichen Leben um die Ecke – „leicht verpeilt, mit den menschlichen Eigenheiten und Schwächen, die wir alle gut kennen“, wie Giesen meint. Da gibt es die Skulptur mit dem Namen „Hannas Fck“, die der Welt lässig den Stinkefinger zeigt. Oder eine junge Frau, die frustriert auf einem kleinen Hügel sitzt – Titel „dumm gelaufen“.

Das gemeinsame aller Figuren: Man sieht ihnen an, dass sie nicht unbedingt auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Und trotzdem präsentieren sie sich von Stefanie Supplieth ins Rampenlicht gestellt mit tragisch-komischem Selbstbewusstsein, das sie sofort vertraut und sympathisch erscheinen lässt.

Leicht verpeilt, aber nicht minder sympathisch

Leicht verpeilt, aber nicht minder sympathisch

In einer anderen Werkgruppe mit dem Titel „Grummys“ zeigt Supplieth eine Gruppe schwarzer Fantasiewesen, eine eigenartige Mischung aus niedlichem Plüschbären und Dinosauriern, von der Künstlerin selbst liebevoll als ihre „inneren Haustiere“ bezeichnet.

Auch bei Anette Venzlaff spürt man sofort die große Empathie für ihre dargestellten Figuren. Diese entstammen häufig dem Spielzeugreservoir von Kinderzimmern oder sind an tierische Vorbilder angelehnte Fantasiewesen, die sie mit zartem Strich auf Papier oder Leinwand zum Leben erweckt. Häufiges Motiv sind Wesen, die an Teddybären erinnern.

Immer sind es skurril anmutende zerbrechliche Figuren, irgendwie ein wenig verloren in der Welt, aber als Protagonisten in den Mittelpunkt der Bilder gerückt, Würde demonstrierend. „Anette Venzlaff zeigt mit ihren Arbeiten, dass Ansehen und persönliche Bedeutung oft nur eine Frage der Perspektive sind“, meint Giesen zu diesen Arbeiten.

Zugewandtheit und Zartheit der Darstellung sind ebenfalls wichtige Ingredienzien von Venzlaffs Pflanzen- und Naturbildern. Ihre zart gemalten Blumenmotive wirken außerordentlich poetisch. Das gilt auch für ihre Landschaftsdarstellungen, die sie häufig in Holzkisten verschiedener Größen unterbringt und die aussehen wie mobile Klappaltare.

„Das ist großes Gefühlstheater“ charakterisiert Frank Giesen Anette Venzlaffs Arbeiten. Und weiter: „Stefanie Supplieth und Anette Venzlaff erkunden in ihrer Kunst mit Witz und Charme den schmalen Grat zwischen Erfolg und Scheitern, zwischen Bedeutung und Unscheinbarkeit – eben zwischen Losern und Gewinnern.“

 

  • Wann: Vernissage 02. November 2025, 15:00 Uhr
  • Wo: Galerie am Stall, Am Ebenesch 4, D-27798 Hude
  • Ausstellungsdauer: bis zu 07. Dezember 2025
  • Öffnungszeiten: Mi, Do, So – jeweils von 15:00 bis 18:00 Uhr
  • Weitere Termine: individuell vereinbar
  • Eintritt: kostenlos
  • Weitere Infos: galerie-am-stall.de

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((Beitragsbild oben von links: : Stefanie Supplieth, Frank L. Giesen, Anette Venzlaff))

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