Viel Verkehr in der Straße „An der Riede“ – Stadt Delmenhorst ergreift Maßnahmen – Fotos 📸

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In der Straße An der Riede in Delmenhorst gibt es derzeit deutlich mehr Verkehr als gewöhnlich. Hintergrund ist die Baustelle in der Syker Straße. Für die Anwohner ist es keine leichte Situation. Doch die Stadt will in Kürze Maßnahmen ergreifen.

Die Anwohner Jens und Susanne Düßmann leiden, wie etliche weitere Anwohner auch,  unter der aktuellen Verkehrssituation. Denn seit Anfang Februar fahren erheblich mehr Autos durch die Straße, die in einer Tempo-30-Zone liegt, als früher. Besonders betroffen sind die Morgenstunden zwischen 6 und 9 Uhr, zwischen 15.30 und 18.30 Uhr rollt zudem der Feierabend.

Alternative zum Hasporter Damm

„Früher fuhren hier nur Anwohner durch, man kannte die Fahrzeuge“, sagt Jens Düßmann. Doch nun sieht die Welt anders aus. Der Grund ist: Die Straße An der Riede wird aufgrund der Baustelle an der Syker Straße aktuell vermehrt von privaten und gewerblichen Autofahrern genutzt, zum Beispiel, weil sie vom Ende des Hasporter Damms in Richtung Syker Straße möchten – oder eben umgekehrt. Da auch der Hasporter Damm aktuell stärker befahren ist, wird oft nicht die Verbindung Hasporter Damm –> Schollendamm genutzt, sondern der Weg durch die Tempo 30-Zone An der Riede.

Beim Ortstermin des Redakteurs am Mittwochnachmittag vergangener Woche bestätigt sich:  Die Autos fahren im Minuten-, oftmals sogar im Sekundentakt vorbei. An die Tempo 30 hält sich auch nicht jeder. Obwohl die Straße in einer Tempo-30-Zone liegt, steht dort kein „30-Zone“-Schild, dieses steht an der Urselstraße. In die fährt man ein, wenn man vom Niedersachsendamm in die Straße An der Riede einfährt.

Die Karawane zieht weiter: Feierabendverkehr in der Straße An der Riede

Markierungen auf der Straße fehlen

Somit scheint vielen Autofahrern anscheinend gar nicht bewusst zu sein, dass dort Tempo 30 gilt. Sie fahren entsprechend schneller. „Früher gab es hier Markierungen auf dem Boden, doch die sind seit der Baustelle, bei der eine neue Asphaltdecke aufgetragen wurde, nicht mehr da“, sagt Jens Düßmann.

Kein Bürgersteig, kein Radweg

Ein weiteres Problem sind die fehlenden Bürgersteige und Radwege in der Straße. Fußgänger und Schulkinder vor Ort sind bei dem starken Verkehr durch den fehlenden geschützten Bereich besonders gefährdet.

Besonders Kinder sind durch den fehlenden Fuß- und Radweg gefährdet.

Wasser aus Pfützen spritzt ans Fenster

Die seitlichen Ränder des Fahrbahnbelags sind zudem unbefestigt und weisen bei bzw. nach Regen Pfützen auf. „Es kam schon öfter vor, dass hier Autofahrer durch die Pfützen gefahren sind, sodass das Schmutzwasser bis an die Fensterscheiben des Hauses gespritzt ist“, sagt Susanne Düßmann.

Die Düßmann hatten sich bereits mehrfach an die Stadt Delmenhorst gewendet, doch passiert ist bislang nichts. Doch womöglich verbessert sich die Situation in Kürze. Die Stadt plant ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um die Situation zu verbessern.

Geschwindigkeit soll überwacht werden

Auf DelmeNews-Anfrage zum Thema antwortet die Stadt Delmenhorst, dass in Kürze die Geschwindigkeit in der Straße überwacht werden soll. Dazu seien zuvor jedoch Fahrbahnmarkierungen an den geplanten Mess-Standorten aufzubringen, teilt Pressesprecher Timo Frers mit. Diese seien erforderlich, um das Messfahrzeug exakt ausrichten und eine fehlerfreie Messung sicherstellen zu können.

Verkehrszählung über mehrere Tage

Darüber hinaus soll es eine Verkehrszählung über mehrere Tage hinweg geben. Diese liefert dann belastbare Zahlen und gibt aufschlussreiche Informationen über die Verkehrsmenge, die Verkehrszusammensetzung und das Geschwindigkeitsniveau. Mit diesen Daten können die Einsätze der Geschwindigkeitsüberwacher optimal geplant werden, sagt Timo Frers. Denn die Geschwindigkeitsüberwachung soll auch dann erfolgen, wenn die Verkehrsbelastung besonders hoch ist.

Neue Tempo-30-Markierungen

Darüber hinaus soll sich auch an der Beschilderung etwas ändern. „In Tempo-30-Zonen stehen keine wiederholenden Schilder – diese werden nur zu Beginn und Ende einer Zone aufgestellt. Aufgrund dessen wird vielerorts mit Fahrbahnmarkierungen gearbeitet“, erklärt Timo Frers auf die Frage, warum es keine Beschilderung in der Straße gibt. Allerdings sollen nach Angaben der Stadt in Kürze wieder Bodenmarkierungen aufgebracht werden.

 

Bild ganz oben: Bleibt trotz der Mehrbelastung fröhlich: Anwohner Jens Düßmann

 

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