Universitäten Bremen und Oldenburg hatten ins Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst eingeladen

Auf Initiative der Metropolregion Nordwest hatten die beiden Universitäten Bremen und Oldenburg politische Vertreterinnen und Vertreter zu einem parlamentarischen Frühstück im Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst eingeladen. Dort stellten Prof. Dr. Jutta Günther, Rektorin der Universität Bremen, und Prof. Dr. Ralph Bruder, Präsident der Universität Oldenburg, ihren gemeinsamen Antrag im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern vor.

Unter dem Titel „Northwest Alliance: Connecting for Tomorrow“ bewerben sich die beiden Hochschulen um den Titel „Exzellenzuniversität“ und möchten den Nordwesten Deutschlands zu einer pulsierenden Wissenschaftsregion weiterentwickeln, in der Spitzenforschung und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen.

Für die Veranstaltung bot das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK), das mit seiner Wissenschaftsförderung exzellente Forschung und Internationalisierung im Nordwesten fördert, den idealen Rahmen. Das HWK ist Kooperationspartner der Universitäten im Rahmen der Exzellenzinitiative. Nach einer Begrüßung durch Dr. Steffen Bandlow-Raffalski (Head of Program Society, HWK) und der Vorstellung des Exzellenzverbundantrags wurde die Strategie und die Vision des Verbundes sowie politische Unterstützungsmöglichkeiten zur Stärkung des Nordwestens als Standort exzellenter Wissenschaft mit den Gästen diskutiert.

Zugegen waren Vertreterinnen und Vertreter der Bremischen Bürgerschaft, des Niedersächsischen Landtages und des Deutschen Bundestages sowie Vertreterinnen und Vertreter des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und Gäste aus Groningen. Eine enge Kooperation zwischen den beiden norddeutschen Hochschulen und der Rijksuniversiteit Groningen besteht bereits seit vielen Jahren – zugleich ist Groningen auch internationaler Partner der Northwest Alliance. Neben inhaltlichen Fragen bot die Veranstaltung auch ausreichend Raum für den Austausch zwischen Wissenschaft und Politik und unterstrich die Bedeutung des Antrages für die wissenschaftliche Profilierung der Region.

„Ein erfolgreicher Exzellenzverbundantrag sichert durch den auf sieben Jahre angelegten Förderzyklus eine langfristige Perspektive für unsere Spitzenforschung. Wir verbinden wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung für einen zukunftsfähigen Nordwesten“, betont Prof. Dr. Ralph Bruder, Präsident der Universität Oldenburg.

„Länderübergreifende Kooperationen sind immer sehr komplex – man denke nur an die unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen in beiden Bundesländern. Doch unser intensiver Austausch zeigt, wie gewinnbringend der gemeinsame Schulterschluss ist, um die wissenschaftlichen Ressourcen im Nordwesten effektiv zu bündeln und die Potenziale der Region voll auszuschöpfen“, unterstreicht Prof. Dr. Jutta Günther, Rektorin der Universität Bremen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir als Metropolregion Nordwest die Universität Bremen und Universität Oldenburg bei diesem wichtigen Vorhaben unterstützen können. Wissenschaftlicher Innovationsgeist ist ein treibender Faktor unserer Region.  Durch das starke Netzwerk der Northwest Alliance mit seinen vielschichtigen Partnerinnen und Partnern wird diese Innovationskraft in die regionale Wirtschaft getragen und bietet so einen direkten Mehrwert für die Menschen hier im Nordwesten“, sagt der Erste Vorsitzende der Metropolregion Nordwest, Eduard Dubbers-Albrecht, der auch bei der Hochschulbegehung durch den Wissenschaftsrat im Rahmen der Exzellenzstrategie im April 2026 mit vor Ort sein wird.

Zum Hintergrund: Der Exzellenzverbundantrag „Connecting for Tomorrow“ wurde im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern eingereicht. Um den Titel „Exzellenzuniversität“ können sich einzelne Hochschulen oder ein Verbund aus zwei bis drei Universitäten bewerben, die bereits sogenannte Exzellenzcluster vorweisen können.

Bei den Clustern handelt es sich um vom Bund geförderte Forschungsbereiche, in denen die jeweiligen Unis international wettbewerbsfähige Spitzenforschung betreiben. Bremen und Oldenburg verfügen über vier solcher Cluster in den Bereichen Hörforschung (Hearing4all.connect), Tiernavigation (NaviSense), marine Ökosysteme (Ocean Floor) und nachhaltige Weltraumforschung (The Martian Mindset).

Bundesweit gibt es derzeit zehn deutsche Exzellenzuniversitäten. Diese Anzahl soll aus dem aktuellen Bewerbungspool auf maximal 15 Hochschulen aufgestockt werden. Im April 2026 erfolgt die Begehung und Bewertung durch den Wissenschaftsrat. Nach erfolgreicher Evaluierung erhalten die prämierten Unis – je nach Antrag – jährliche Fördergelder zwischen 10 bis 15 Millionen Euro für einzelne Universitäten sowie zwischen 15 und 28 Millionen Euro für Universitätsverbünde. Die Entscheidung über die Förderung fällt im Oktober 2026.

+++

((Beitragsbild oben von links nach rechts: Dr. Janka Wagner (Metropolregion Nordwest), Prof. Dr. Ralph Bruder (Präsident der Universität Oldenburg), Prof. Dr. Jutta Günther (Rektorin der Universität Bremen), Staatssekretär Prof. Joachim Schachtner (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur))

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert