Termine von Stars4Kids und SV Atlas Delmenhorst kollidieren – die Vereine einigen sich in stimmiger Harmonie

Der gemeinnützige Verein Stars4Kids e.V. hatte für den 17. August 2025 ein riesiges Fußballturnier für den guten Zweck geplant, zu dem diverse Erwachsenen-Mannschaften angemeldet waren, so auch beispielsweise eine Frauenmannschaft, die vor einem Vierteljahrhundert in der Bundesliga gespielt hatte und sich für das Event als „Oldiefrauen“ neu formiert hätte, auch eine mit Promis besetzte Mannschaft vom RTL und 22 weitere. Der Platz war bewilligt und unter Vorbehalt bestätigt. Die Vorbereitungen inklusive Catering und Sicherheitskonzept liefen auf vollen Touren. Dann das aus sportlich positiver Perspektive zeitliche Desaster:

Zumal der SV Atlas den Niedersachenpokal gewonnen hatte, zog er automatisch in die Auslosung für den DFB-Pokal ein. Dabei gibt es zwei Töpfe, einen für die Amateure, der andere für die Profimannschaften. Zu den Regularien gehört, dass Atlas als Amateurverein Heimrecht haben wird. Ebenso steht mit Sicherheit fest, dass er auf einen Gegner aus der ersten oder zweiten Bundesliga trifft. Wer konkret das sein wird, steht bislang nicht fest. Durchaus denkbar sind etwa Bayern München, Borussia Dortmund oder ähnlich hochklassige Kaliber. Und dieses Spiel, auf dessen Terminierung der SV Atlas keinerlei Einfluss hat, findet exakt am selben Wochenende statt. Das heißt, der Fußballverein benötigt den Fußballplatz.

Ein planerischer Wehrmutstropfen begleitet den Termin zusätzlich. Denn erstens wird vom DFB bislang der Tag nicht benannt, lediglich das Wochenende ist fixiert. Zudem ist weiterhin fraglich, ob Atlas angesichts der Prominenz des Gegners überhaupt im eigenen Stadion spielen kann oder eventuell ins Weser-Stadion ausweichen muss. Demzufolge könnte das beim aktuellen Status quo der Situation im worst case darauf hinauslaufen, dass eine publikumsträchtige und spendenwirksame Veranstaltung von Stars4Kids abgesagt wird, das Stadion am betreffenden Tag aber leer bleibt.

Vollkommen klar war es für Britta Burke von Stars4Kids und den 1. Vorsitenzenden von Atlas Delmenhorst, dass keinerlei Konflikte ins Leben gerufen werden sollen. Schließlich handele es sich bei beiden Seiten um gemeinnützige Vereine, die je nach Ausprägung ebenso gemeinsam für die gute Sache im Einsatz sind. So hatte sich das Paradoxon, dass beim SV Atlas ein bedeutendes Spiel im Kalender steht, Stars4Kids jedoch den Erstanspruch auf den Platz hatte, aus einem Kommunikationsfehler der Stadtverwaltung ergeben.

Vor diesem Hintergrund wird Britta Burke als Organisatorin auf die Inanspruchnahme des Platzes verzichten und ihre Veranstaltung verlegen, wobei ein genaues Datum bislang noch nicht anvisiert wurde. Frau Burke möchte sich als Vorsitzende keinesfalls querstellen, ganz im Gegenteil. Vielmehr strebt sie eine bestmögliche und gütliche Einigung mit dem 1. Vorsitzenden des SV Atlas Jörg Neunaber an. Faktisch gab und gibt es zwei gegensätzliche Interessen.

Verblieb die Frage, wie ein solches Entgegenkommen aussehen könne. Immerhin gehen dem Verein Stars4Kids durch den Verzicht konkrete Spendengelder durch die Lappen. Könnte beispielsweise der SV Atlas vom Eintrittsgeld jedes Zuschauers der prominenten Partie einen Euro an Stars4Kids spenden? Jörg Neunaber betonte, man suche nach vielen Dingen, Gedanken oder Aktionen, wie man sich einbringen und revanchieren könne. Eine finanzielle Zusage hingegen, konnte er nicht machen. „Dazu bin ich nicht befugt. Solche Entscheidungen müssten im Vorstand getroffen werden.“ Würden in Delmenhorst alle Bürgerinnen und Bürger so harmonisch zu vernünftigen Lösungen im Sinne aller Beteiligten zusammenkommen, gäbe es vermutlich auch in den vermeintlich Sozialen Medien deutlich weniger Anfeindungen.

 

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