SV Atlas entlässt Trainer Olaf Blancke – ausbleibender sportlicher Erfolg als Grund – Blancke unter Schock

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Der SV Atlas hat sich am 9. Mai kurz nach 18 Uhr von seinem Trainer Olaf Blancke getrennt. . Der Nachfolger von Jürgen Hahn war erst im Dezember zum Oberligisten geholt worden. Vorerst wird Daniel von Seggern das Training der Mannschaft leiten. Der entlassene Trainer ist am Tag nach seiner Entlassung noch immer geschockt.

„Es sind rein sportliche Dinge, die den Ausschlag gegeben haben. Menschlich ist Olaf ein super Kerl, aber sportlich hat es nicht gepasst.“ So erklärt Vereinspräsident Manfred Engelbart am Morgen nach der Trennung den Grund für dessen Ausscheiden.
Das einzige Heimspiel, das Atlas unter Olaf Blancke gewinnen konnte, war das Pokalhalbfinale gegen den 1. FC Wunstorf. Die reguläre Spielzeit endete 0:0, erst im Elfmeterschießen konnte sich der SVA gegen die Gäste durchsetzen. Beim Auswärtsspiel gegen Cloppenburg ging der SVA erst 0:2 in Führung und wurde vom Tabellenletzten dann 3:2 geschlagen. „Das Spiel gegen Wolfenbüttel hätte in die Hose gehen können, das Spiel gegen Spelle auch“, sagt Manfred Engelbart.
„Wir sind keine Hasardeure“, sagt der Vereinspräsident, man habe die Entscheidung nicht über das Knie gebrochen. „Der ganze Fokus liegt nun auf dem Pokalfinale.“. Am 25. Mai spielt der SV Atlas bekanntermaßen in Hannover vor TV-Kulisse im Finale des Niedersachsenpokals (Amateure) gegen den TuS Bersenbrück. Dass der Trainerwechsel vor dem wichtigen Spiel die Mannschaft verunsichern könne, glaubt Engelbart nicht. „Daniel hat sofort übernommen. Die Mannschaft kennt und vertraut ihm.“
In der Sommerpause werde man sich auf der Suche nach einem neuen Trainer machen. Mit Ausnahme des bevorstehenden Pokalfinales ist der SV Atlas in der komfortablen Situation, dass der Klassenerhalt in dieser Saison gesichert ist.

Update vom 10. Mai,  11.20 Uhr

Blancke geschockt : „Ein Schlag ins Gesicht“

„Der Zeitpunkt hat mich kalt erwischt“, sagt Trainer Olaf Blancke am Morgen nach der Entlassung auf Nachfrage. Es fällt ihm schwer, darüber zu sprechen. „Wir hatten den Klassenerhalt gesichert und nun direkt vor dem Pokalspiel gehen zu müssen, ist natürlich ein Schlag ins Gesicht“, sagt Blancke. „So etwas habe ich so noch nicht erlebt, ich stehe noch unter Schock.“
Er habe eine Nachricht erhalten, dass er am Donnerstagabend um 18 Uhr zum Gespräch erscheinen solle, so Blancke. Nach der Verkündung der Nachricht habe er sich Blancke dann noch kurz vor die Mannschaft gestellt und ihr für das Pokalspiel am 25. Mai viel Erfolg gewünscht. „Das Ganze war nach einer Viertelstunde vorbei“, so der entlassene Trainer.

„Druck auf dem Kessel“

Dass er selbst Fehler gemacht hat, räumt er ein. „Die Leistungen waren nicht so wie erwartet. Vor dem Spiel in Wolfenbüttel war Druck auf dem Kessel, da macht man sich schon Gdanken, ob sich der Verein das überlegt“, sagt Blancke. Welche Fehler er selbst gemacht hat, will er nicht sagen. „Das sind mannschaftsinterne Dinge, die gehören nicht in die Öffentlichkeit.“ Olaf Blancke gibt aber auch zu bedenken, dass die Vorbereitung in der Winterpause schlecht gewesen sei. „Wir hatten eine schlechte Vorbereitung, wir waren viel in der Halle, nur wenig auf dem Platz.“ Darüber hinaus habe es in jedem Spiel sechs bis zehn Ausfälle gegeben. „Das war heftig. Dass das dann irgendwann zu einem Substanzverlust führt, ist klar“. Dass die Trennung vor dem Pokalspiel sei bitter, so der geschasste Trainer. Doch er räumt ein: „Darauf kann der Verein natürlich keine Rücksicht nehmen.“
 
Olaf Blancke will sich nicht sofort nach einem neuen Vereinstrainerposten umschauen. „Ich glaube nicht, dass ich bald einen neuen Verein übernehmen werde. Ich brauche Abstand“, sagt Blancke. „Ich habe mich zu 100 Prozent mit dem SV Atlas identifiziert.“
 
Wer noch einmal die letzten Heimspiele des SV Atlas im Video sehen will: Die Heimspiele gibt es in voller Länge auf unserem Youtube-Kanal.

 
 
 
 
Foto oben:
Der SV Atlas hat sich von Trainer Olaf Blancke getrennt.

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