Stadt weist Kritik des Nabu zurück
„Die pauschale Darstellung, die Verwaltung sei nicht arbeitsfähig, ist unangebracht,“ stellt Stadtbaurat Theo Dworak klar. Der Aussage des Naturschutzbundes (Nabu) Delmenhorst, dass die zuständigen Stellen aufgrund von Personalfluktuation nicht erreichbar seien, hält man entgegen, dass es mehrere Personalwechsel gegeben habe, was in einer Stadtverwaltung dieser Größenordnung üblich sei.
Im Fachbereich Planen, Bauen, Umweltschutz, Landwirtschaft und Verkehr führe die kontinuierliche Veränderung des Personals durch altersbedingte und spontane Fluktuation zu einer hohen Dynamik. Darauf würde die Stadtverwaltung mit gezielten Maßnahmen reagieren, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Davon abgesehen stünde man mit dem Nabu in ständigem Austausch und sei per E-Mail jederzeit erreichbar. Und wenn die direkte telefonische Erreichbarkeit durch die Wahrnehmung von Außendienstterminen einmal eingeschränkt sein sollte, erfolge zu einem späteren Zeitpunkt ein Rückruf.
Auch Digtalisierung hat Grenzen
Bezüglich der Frage nach den Farbmarkierungen bei der Baumbestandsaufnahme erklärt die Untere Naturschutzbehörde, dass diese Markierungen für die Planung von Pflegemaßnahmen an Bäumen verwendet werden. Sie erleichtern die Arbeit vor Ort, insbesondere in dichten Baumbeständen, und helfen, Fehler zu vermeiden. Die verwendete Forstmarkierungsfarbe ist für Bäume unbedenklich und selbst in Landschaftsschutzgebieten einsetzbar. Für die Zukunft wird dennoch ein digitales Grünflächenmanagementsystem ins Auge gefasst, das den Baumbestand und andere Vegetationsflächen digital erfasst und verwaltet. Allerdings müssen auch bei einer digitalen Lösung weiterhin Markierungen vor Ort genutzt werden – insbesondere in Bereichen, in denen digitale Technologien an ihre Grenzen stoßen.
Zum aktuellen Stand des ERFE-Programms „Resiliente Innenstädte“ erläutert Herr Dworak, dass der Projektantrag derzeit von der NBank bearbeitet wird, mit der man in einem direkten Austausch steht. Die Stadt erwartet eine positive Rückmeldung nach Abschluss der Förderfähigkeitsprüfung. „Wir sind optimistisch, dass diese zeitnah positiv beschieden wird“, sagt Stadtbaurat Theo Dworak.
Text und Bildquelle: Stadt Delmenhorst











DelmeNews - Jörn Petersen
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