Stadt nimmt eigene Winterdienstpflicht wahr – Baubetrieb stößt bei extremen Schneefällen an Grenzen

08. 02. 2021 um 16:25:16 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Mehrere Delmenhorster Bürger bemängelten zuletzt den seitens der Stadt geleisteten Streu- und Winterdienst. Dass genau vor einer Woche von der Stadtverwaltung Anlieger auf ihre Pflicht hingewiesen wurden, Wege freizuräumen, kam nicht gut an. Wer gestern, 7. Februar, oder heute (8. Februar) einen Blick auf die Fußgängerzone oder einige Straßen im Stadtgebiet warf, konnte den Eindruck gewinnen, dass die Stadt das Räumen selbst vernachlässigt. Von ihr wird dieser Vorwurf zurückgewiesen.
 
„Die Einhaltung der Winterdienstpflichten wird durch Kontrollgänge und Ansprache von Anliegern kontrolliert. Es wurden bereits mehrere Anhörungsschreiben zur Vorbereitung von Verwarngeldern verschickt“, lässt Stadtsprecher Timo Frers auf Delmenews-Anfrage verlauten. Bezogen auf die Räumpflicht der Grundstückeigentümer macht er die konkrete Angabe, dass diese in der Fußgängerzone einen anderthalb Meter breiten Streifen vor dem Gebäude freiräumen müssen.
 

Arbeit des Winterdienstes wurde Sonntag durch extremes Wetter zunichtegemacht

Auf Grundlage der Straßenreinigungssatzung wird der innere Bereich von der Stadt, genauer dem Baubetrieb der Stadt Delmenhorst (BBD), im Auftrag der Stadtverwaltung geräumt. Dieser bewerkstelligt den Winterdienst auf öffentlichen Plätzen und Straßen. Allein in Delmenhorst umfasst das eine gesamte Streustrecke von rund 600 Kilometern.

Frers macht zusätzlich darauf aufmerksam, dass die Straßenmeisterei Delmenhorst nicht der Stadtverwaltung unterliegt, sondern der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStbBV). „Es ist richtig, auch die Stadt Delmenhorst muss ihrer (Räum-)Pflicht nachkommen – und dies tut sie auch“, beteuert der Stadtsprecher.

Er erklärt: „Die Kolleginnen und Kollegen geben ihr Bestes, um immer möglichst schnell die Straßen, Wege und Plätze von Schnee, Glätte und Eis zu befreien. Sollte das zeitweise einmal nicht so sein, bittet die Stadt dies zu entschuldigen. Insbesondere gestern dürfte dies dann aber nicht zuletzt an dem extremen Wetter gelegen haben, bei dem alles gleich wieder schneebedeckt war.“
 

Baubetrieb und Fremdfirmen fuhren mit maximal 30 Fahrzeugen und 60 Personen

Nach Auskunft des Stadtsprechers waren Räumfahrzeuge wurden bereits am gestrigen Sonntag auch jenseits der Hauptverkehrsstraßen eingesetzt. Bei Schneefall und minus fünf Grad waren demzufolge zwischen 5.45 und 12 Uhr zwei LKWs, ebenso viele Sonderkraftfahrzeuge und eine Kleinkraftfahrzuge und acht Mitarbeiter der BBD unterwegs.

Parallel waren ein LKW, ein Sonderkraftfahrzeug und drei Personen von Fremdfirmen am Start. Von Schnee befreit wurden Hauptstraßen, Fuß- und Radwege, Übergänge, Schulwege, Bushaltestellen sowie öffentliche Flächen. Zwischen 12 und 21 Uhr wartete die BBD bei Schneefall und minus sechs Grad mit zwei LKWs, zwei Sonderkraftfahrzeugen, sieben Kleinkraftfahrzeugen und 23 Personen auf.

Von Fremdfirmen gesellten sich ein LKW, vier Sonderkraftfahrzeuge, 14 Kleinkraftfahrzeuge und 37 Personen dazu. In derselben Stärke waren sie am heutigen Montag von 3 bis 4.30 Uhr bei Schneeglätte und minus vier Grad tätig. Als Besonderheit wurden bei jeder der drei Einsatzzeiten Schneeverwehungen registriert. „Auch heute Nachmittag wird die Innenstadt auf jeden Fall noch einmal von dem BBD geräumt“, versichert Frers.
 
Bild: Obwohl der Schnee in der Innenstadt und mehreren Straßen den Anschein erweckt, die Stadt würde ihre Räumpflicht ignorieren, ist dies nicht der Fall.



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