Sprengkörper im Delmenhorster Geibelweg gefunden – Evakuierung zwecks Sprengung der Granate erforderlich – Sprengung erfolgreich

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Delmenhorst, 14. Mai: Am Vormittag wurden bei Bauerbeiten im Geibelweg in Höhe der Hausnummer 18 ein Sprengkörper gefunden. In der Folge wurden Evakuierungen geplant und durchgeführt, da ein Abtransport der Granate nicht möglich war. Von dem Geschoss ging keine akute Gefahr aus. Es wurde am Dienstagabend gesprengt.

Gegen 10:30 Uhr legten Bauarbeiter auf einer Baustelle im Geibelweg einen verdächtigen Gegenstand frei und alarmierten die Polizei. Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst konnten den Fund als Geschoss einer Flugabwehrkanone identifiziert. Laut Sprengmeister Jann Kirchner handelte es sich um eine 10,5 cm-Granate mit spezieller Bezünderung. Ein Abtransport dieses Geschosses war nicht möglich. Von daher war eine Sprengung vor Ort erforderlich.

Damit diese sachgemäß durchgeführt werden konnte, war eine Evakuierung der Anwohner nötig. Schon früh wurde die vor Ort ansässige Wilhelm-Niermann-Schule  geräumt.

300 Meter Evakuierungsradius

Geplant wurde mit einem Evakuierungsradius von 300 Metern rund um den Fundort. Betroffen waren Personen im Bereich zwischen Lessingstraße, Walter-Flex-Weg, Stedinger Straße und Dwostraße (ungefähre Angabe). Es wurde darum gebeten, den Evakuierungsbereich schon vorab selbständig zu verlassen und den Anweisungen der Evakuierungskräfte Folge zu leisten.

 

 

 

Hier der ungefähre Evakuierungsbereich nach dem Fund des Sprengkörpers. Bild: Polizei Delmenhorst

 

Stadt erlässt Allgemeinverfügung – betroffene Straßen

Die Stadt Delmenhorst hatte am Dienstag eine Allgemeinverfügung erlassen zur Evakuierung im Sperrgebiet gem. § 26 Abs. 2 Niedersächsiches Kaststrophenschutzgesetz (NKatSG).

 Folgende Straßen wurden demnach gem. § 26 NKatSG seit 15.30 Uhr bis zur Aufhebung der Evakuierung  zum Sperrgebiet erklärt:

– Eichendorfweg (komplett)

– Roggestraße (komplett)

– Geibelweg (komplett)

– Deichhäuser Heide (komplett)

– Ricarda-Huch-Weg (komplett)

– Nigelstraße (komplett)

– Morgensternweg (komplett)

– Walter-Flex-Weg (komplett)

– Säumeweg (komplett)

– Stedinger Straße (Straßenabschnitt zwischen Aral-Tankstelle und Nordenhamer Straße)

– Lessingstraße (komplett)

– Braker Straße (komplett)

– Am Sassengraben (komplett)

– Dwostraße (Straßenabschnitt zwischen Lessingstraße und Nordstraße)

– Nordstraße (Straßenabschnitt zwischen Stedinger Straße und Lessingstraße)

– Heysestraße (komplett)

Allen unberechtigten Personen war laut Verfügung in diesem Bereich ab sofort (14.05.2024, 15:30 Uhr) bis zur Aufhebung der Evakuierung untersagt, sich in dem o. g. Sperrgebiet aufzuhalten oder dieses zu betreten.

 

Zusätzlich galt für das o. g. Evakuierungsgebiet von heute, Dienstag, 14.05.2024, 15:30 Uhr bis zur Aufhebung der Evakuierung ein Betretungsverbot für alle Nichtbewohner. Von diesem Betretungsverbot waren Ordnungs- und Einsatzkräfte ausdrücklich ausgenommen.

 

Die Allgemeinverfügung der Stadt Delmenhorst ist als PDF hier einzusehen.

1.200 Menschen betroffen – Betreuungsstellen und Bürgertelefon eingerichtet

Wie Stadt Delmenhorst mitteilt, waren 1.200 Menschen von der Evakuierung betroffen. Wer nicht anderweitig unterkommen konnte, konnte sich in eine der eingerichteten Betreuungsstellen begeben. Diese befanden sich in der Turnhalle der Grundschule Bungerhof (Stedinger Straße 279) und in der Sporthalle am Wehrhahn (Am Wehrhahn). Die Stadt Delmenhorst hatte zudem ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist unter Telefon (04221) 99-1600 zu erreichen.

 

Granate erfolgreich gesprengt

Am Dienstagabend, 14. Mai konnte der alte Sprengsatz erfolgreich gesprengt worden. Die Anwohnerinnen und Anwohner der umliegenden Straßen konnten anschließend in ihre Wohnungen zurückkehren. Das teilte die Stadt Delmenhorst am Dienstagabend mit.

 

 

Die Wilhelm-Niermann-Schule im Geibelweg wurde frühzeitig geräumt.

 

Bild ganz oben: In Absprache mit der Kampfmittelbeseitigung wurde das gefundene Geschoss vor Ort gesprengt.

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