SPD lehnt Schulentwicklungs-Entwürfe der Verwaltung ab – Sondersitzung des Bildungsausschusses am 7. Februar

29. 01. 2019 um 10:30:43 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Nachdem es vor einer Woche am 22. Januar zwischen Verwaltung, verschiedenen Delmenhorster Schulleitern, Eltern- und Schülervertretern und Vertretern der Ratsfraktionen ein nicht öffentliches Gespräch zur Schulentwicklungsplanung gab, meldet sich die SPD zu Wort. Die Sozialdemokraten zeigen sich mit keinem der Verwaltungsvorschläge einverstanden.
 
“Zu einer detaillierten Planung gehört auch immer eine gründliche Evaluation der Ist-Situation”, schreibt Bettina Oestermann (SPD), die Fraktionsvorsitzende der Gruppe SPD und Partner im Stadtrat. Daher wolle ihre Partei im nächsten Bildungsausschuss beantragen, dass erst mal eine Standortanalyse durchgeführt wird. Auch die Grund- und Berufsschulen sollen dabei berücksichtigt werden.
 

Elternbefragung ebenfalls auf SPD-Wunschliste

Neben dem Antrag wollen die Sozialdemokraten auch weitere Ideen auf den Weg bringen. Die stammen laut Oestermann aus der ersten Sitzung des Arbeitskreises der SPD am 17. Januar und beinhalten eine konstruktive Elternbefragung. Dabei sollen soziale, persönliche und familiäre Bedarfe erfasst werden. Auch Barrierefreiheit (von Schulen), Ganztagsbetreuung, Hortplatzangebote und der Inklusionsbedarf sollen abgefragt werden.
 
Auch nötige Extraräume, um den zusätzlichen Raum-Bedarf durch das verkürzte Abitur an den Gymnasien zu berücksichtigen, will die SPD ansprechen. “Zudem werden wir eine Schulbörse ins Leben rufen, auf der sich unsere Schulen präsentieren können”, erklärt Oestermann weiter. Erst wenn die Elternbedarfe feststünden, könne überlegt werden, welche Schulform die am besten erfülle.
 

SPD für mehr Förderschulen

Am ehesten umsetzbar in Delmenhorst sei eine (weitere) IGS: “Grundsätzlich bedarf es aber einer guten Durchmischung in dieser Schulform als Grundvoraussetzung für ihr Gelingen.” Dazu zähle auch, dass die Förderschulen wegen steigender Nachfrage einen besonderen Platz einnehmen. Die drei geplanten Standorte in der Stadt seien nicht ausreichend.
 

Verwaltung hält an Vorschlägen fest

Eine Sondersitzung des Bildungsausschusses findet am 7. Februar statt. Offenbar rechnet die Verwaltung mit großem Andrang, da der Ausschuss nicht wie sonst im Sitzungssaal im Rathaus, sondern der Aula der BBS II tagen wird. Der öffentliche Teil beginnt um 17 Uhr und beinhaltet auch eine Bürgersprechstunde. Bei der letzten Sondersitzung des Bildungsausschusses wurde vor allem die Idee, Haupt- und Realschule durch eine neue Oberschule zu ersetzen, von vielen Besuchern skeptisch gesehen.
 
Da die Verwaltung beim Ausschuss einen Antrag einreichen will, der die Verabschiedung genau dieser Variante vorsieht, dürften auch diesmal wieder viele Eltern und Schüler an der Sitzung teilnehmen. Nach Ansicht der Verwaltung würden genügend Daten vorliegen, um die Schulentwicklungsplanung zu beschließen.
 
Foto oben: Bettina Oestermann, Fraktionschefin der SPD im Stadtrat, und ihre Partei sind mit den bisherigen Verwaltungsplänen für die Schulentwicklung nicht einverstanden.
 
Foto unten: Ein Knackpunkt der künftigen Schullandschaft ist die Zukunft der Realschule, besonders der Standort in der Lilienstraße (im Bild).
 

 



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Ihre Kommentare

Es ist mir ein Rätsel warum die RS-Lilienstrasse nicht wie sie ist weiterbestehen soll.
Die Lilie ist eine anerkannte Schule mit Schülern die gern indem Betrieben der Stadt Delmenhorst und Umkreis genommen werden, wenn sie die 10te Klasse absolviert haben.
– weshalb wird nicht auch die ansässige Wirtschaft befragt, welche Schulform die für sie die besten angehenden Azubis ausbildet bzw. schult ?
– wo sollen die Schüler hin, die vom Gymnasium wechseln wollen/müssen ?
– was ist mit den Schülern die keinen Ganztagsuntericht wollen ?
– weshalb soll die Lilie für eine nicht gewollte 2te IGS, oder noch schlimmer für eine weitere Oberschule weichen ?

Meines Erachtens ist die Oberschule ein Experiment das nicht funktioniert…..gedanklich gut, aber die Realität sieht eben anders aus.

Vielleicht denkt die Verwaltung und der Rat ja nochmal darüber nach und entscheidet dann auch im Sinne der Schüler, sowie der nachher ausbildenden Betriebe.

Wäre ja mal schön