SPD Delmenhorst wählt Alexander Mittag zum Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters
Die Deligierten der Delmenhorster SPD-Ortsvereine stehen bei der Kommunalwahl im Herbst 2026 geschlossen hinter Alexander MIttag. Am Samstag wurde der 38-Jährige einstimmig zum SPD-Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister aufgestellt. Klar ist damit, dass der aktuelle Fraktionschef als Gegenkandidat der derzeitigen Amtsinhaberin Petra Gerlach (CDU) positioniert wird. Und das mit durchaus kämpferischen Ansprüchen.
Die SPD hat sich auf ihren Kandidaten für die Spitzenposition im Delmenhorster Rathaus mit unangefochtener Mehrheit festgelegt. Bei der Sitzung im Vereinsheim des DTB votierten sie einstimmig für den Fraktionsvorsitzenden der Delmenhorster SPD Alexander Mittag. Der offensive Fokus der Ausrichtung: „Keine weiteren Jahre der Behäbigkeit“, wie insbesondere Lars Konukiewitz mit markanten Worten betonte: „Delmenhorst braucht wieder Schwung in der Bude.“ Dabei nahm er für die SPD in Anspruch, die politische Agenda der vergangenen Jahre dominiert zu haben. Der Stadtspitze warf er sogar vor, in entscheidenden Fragen wie bei der Schulentwicklungsplanung oder dem Klinikum abgetaucht zu sein.
Als inhaltliche Schwerpunkte seiner Kandidatur benannte Alexander Mittag eine mutige Wirtschaftspolitik, um den Stillstand der vergangenen Jahre zu beenden, die Weiterentwicklung hin zu einer lebenswerten Stadt für alle Generationen sowie eine Schulentwicklung, „(…) die ihren Namen verdient.“ Ebenso betonte er die Bedeutung der Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum und verwies darauf, dass Sparpolitik keinesfalls die sozialen Institutionen in Delmenhorst beschneiden dürfe.
War im Vorfeld immer wieder das noch junge Alter des 38-jährigen Sohnes der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag thematisiert worden, fokussierte er sich in seiner Rede auf die ihn prägende Zeit von mittlerweile zehn Jahren im Stadtrat und langjährige Erfahrung als Verwaltungsbeamter bei der Stadt Delmenhorst sowie gegenwärtig beim Land Niedersachsen. Zudem habe er als Fraktionsvorsitzender im Rat in den letzten fünf Jahren eine Menge durchgefochten, was eigentlich als aussichtslos galt, so etwa den Flächentarifvertrag für die Beschäftigten der Delbus.
Alexander Mittag will viel bewegen, aber keine unerfüllbaren Versprechen machen. Dass der Ortsverein Deichhorst-Stadtmitte sine Unterstützung für Mittag auch an ein Bekenntnis zum Bau eines Wasserwerks gekoppelt hatte, mit dem die Vernässung der Graft gestoppt werden soll, adaptierte er mit der Aussage, hinter dem Beschluss von Rat und Partei für ein Wasserwerk zu stehen. Realistisch betrachtet, ist das allerdings derzeit Tagespolitik, also Entscheidungen und Details, die sinnvollerweise noch vor der OB-Wahl geklärt werden sollten. Denn die ist schlussendlich erst am 13. September 2026. Bis dahin muss noch einiges in „trockene Tücher“ gebracht werden.
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((Beitragsbild oben: Alexander Mittag bei seiner Bewerbungsrede um die OB-Kandidatur für Delmenhorst))




DelmeNews - Jörn Petersen


CDU Delmenhorst / DelmeNews
DelmeNews - Jörn Petersen
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