Schwerpunktkontrolle von E-Scootern und Fahrrädern im Stadtgebiet

Am Dienstag führte die Polizei Delmenhorst zwischen 13:00 Uhr und 14:00 Uhr eine Schwerpunktkontrolle an der Bremer Straße durch. Im Fokus standen dabei insbesondere Radfahrer sowie Fahrer von E-Scootern.

Immer wieder kommt es in diesem Bereich zu Verstößen gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung, also zur Nutzung der falschen Straßenseite. Unter den kontrollierten Personen befanden sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler, aber auch erwachsene Verkehrsteilnehmende. Es zeigte sich, dass vielen Verkehrsteilnehmern die geltenden Vorschriften nicht oder nicht vollständig bekannt sind. So wussten beispielsweise mehrere E-Scooter-Fahrer nicht, dass das Fahren eines solchen Elektrorollers erst ab einem Alter von 14 Jahren erlaubt ist. Auch die jährlich erforderliche Pflichtversicherung sowie das Verbot, einen E-Scooter zu zweit zu benutzen, waren vielfach nicht bekannt.

Ahndung & Aufklärung

Die Polizei setzte bei den festgestellten Verstößen neben der Ahndung insbesondere auf Aufklärung und verkehrserzieherische Gespräche. In Fällen, in denen Kinder unter 14 Jahren mit einem E-Scooter unterwegs waren, wurden die Erziehungsberechtigten verständigt und gebeten, ihre Kinder abzuholen. Die Gespräche mit den Jugendlichen und ihren Eltern verliefen durchweg verständnisvoll. Innerhalb der einstündigen Kontrolle wurden rund 30 Verkehrsteilnehmer kontrolliert und in 15 Fällen Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren eingeleitet.

Lebensbedrohlich verletzt

Wie wichtig hier Aufklärung ist, belegte am selben Tag ein Unfall in Nordenham, bei dem ein 28-jähriger Mann lebensbedrohlich verletzt wurde, als er auf seinem E-Scooter die B212 überqueren wollte, ohne zuvor die dortige Bedarfsampel betätigt und so grünes Licht erhalten zu haben. Er wurde vom Audi eines 49-Jährigen aus Stadland erfasst und später per Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Bildquelle: AdobeStock

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