Rettungsdienst kommt in alter Hasberger Feuerwehr unter – 50.000 Euro für ein Provisorium

15. 07. 2019 um 15:56:12 Uhr | DelmeNews-Redaktion
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
fotoboxen-bremen.de

Im ehemaligen Feuerwehrgebäude in Hasbergen werden künftig ein Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug für den Rettungsdienst untergestellt. Bereits am 14. Mai fasste der Stadtrat Delmenhorst den entsprechenden Beschluss. Dadurch erhalten Menschen in Notsituationen jenseits der Stadtgrenze und im Stadtnorden künftig schneller Hilfe. Die finale Rettungswache zieht dann in ungefähr zwei Jahren um.
 
Acht Wochen lang bauten die Handwerker das ehemalige Feuerwehrgebäude zu einer Rettungswache um. Die Kosten lagen bei 50.000 Euro – so wie geplant. Noch vor August zieht der Rettungsdienst dort ein.
 

Entlastung für Hauptwache

Thomas Stalinski, Leiter der Berufsfeuerwehr, möchte mit dem neuen Standort eine Entlastung der Hauptwache erzielen: „Der Platz auf unserer Hauptwache ist eingeschränkt. Wir sind sehr froh, dass eine neue Rettungswache entstanden ist. Hut ab!“
 
Andreas Tensfeldt (Fachbereichsleiter Gebäudemanagement) erklärt, dass die Garage für die Feuerwehrautos verkürzt wurde, um noch einen Lagerraum anzubauen. Dort werden künftig unter anderem Medikamente untergebracht. „Es soll ja nur als Provisorium dienen“, erklärt der Fachmann. „Die endgültige Lösung wird aber in der Stedinger Landstraße sein. Ich freue mich sehr über die gute Zwischenlösung!“
 

Sechs Mitarbeiter kommen am neuen Standort unter

Vier Sanitäter haben in der alten Feuerwehr künftig ihren Standort, dazu kommen noch zwei Notarztfahrer. Sie haben dort einen Besprechungsraum und eine Garage für die Autos. In einer Küche können die Rettungskräfte sich Getränke und Essen machen. Und in Ruheräumen zwischen den Einsätzen pausieren.
 
„Ruheräume sind erforderlich“, betont Stalinksi. Und ergänzt: „Doch die Rettungsdienstzahlen werden wohl ergeben, dass die Kollegen keine Zeit zum Ausruhen finden werden.“ Denn die Einsatzzahlen des Rettungsdienstes steigen seit Jahren. Jeder Ruheraum ist mit einem Schreibtisch, einem Fernseher, einem Computer und einem Funkmeldeempfänger ausgestattet. Die Funkmelder leuchten, wenn Alarm ausgelöst wird – und wecken so die Mitarbeiter.
 

Auch Besprechungsraum vorhanden

Im Erdgeschoss ist der Besprechungsraum für die Besatzung. Dort werden auch die Arbeitsberichte geschrieben. Die Sanitäreinrichtungen daneben sind noch die Überbleibsel aus den Zeiten der Freiweilligen Feuerwehr. Die ist letzten November in ihren Neubau am Horster Weg umgezogen. Sodass jetzt der Rettungsdienst in die freie, alte Brandwache einziehen kann.
 

Dauerstandort in Stedinger Landstraße geplant

Langfristig soll der Rettungsdienst im Stadtnorden in die Stedinger Landstraße 104 ziehen. Dort werden zwei Wohnungen umgebaut und eine Garage für die Rettungsfahrzeuge angebaut. In die alte Feuerwehr zieht dann ein Hofcafé ein. Etwa in zwei Jahren soll es soweit sein. „Das ist ein ambitionierter Zeitplan“, findet Markus Pragal, Erster Stadtrat. Daher laufen die Pläne für den Umbau und das Café parallel.
 
Zu den Kosten des Umbaus kann Pragal noch nichts sagen, da die Pläne sich noch am Anfang befinden. Unstimmigkeiten mit dem Fischereiverein, dem die Pläne zeitweilig zu schnell gingen, seien inzwischen behoben. Das Gebäude an der Stedinger Landstraße – eine alte Schule – befindet sich im städtischen Besitz.
 
Foto (v.l.) Arnold Eckardt (Fachbereichsleiter Gesundheit Delmenhorst), Thomas Stalinski (Chef der Delmenhorster Feuerwehr) und Andreas Tensfeldt (Fachbereichsleiter Gebäudemanagement) freuen sich, dass der Rettungsdienst die alte Hasberger Feuerwehr als neuen Standort beziehen kann.
 



Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung



Kommentar schreiben




Ihre Kommentare