Reizgas im Klassenraum: 22 Verletzte in Wildeshausen
Erst gestern berichteten wir, dass am Montag in einer Gesamtschule in Brake 38 Schüler durch Reizgas verletzt worden waren, nur einen Tag später nun ein ähnlicher Vorfall in einem Gymnasium in Wildeshausen: Zwei Schüler haben gestern Pfefferspray in einem Klassenraum versprüht.
Gegen 10:25 Uhr kam es an dem Gymnasium in der Humboldtstraße zu einem Einsatz von Polizei und Rettungskräften, denn 22 Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrkraft wurden durch das freigesetzte Reizgas leicht verletzt. Die Betroffenen klagten insbesondere über Atemwegsreizungen sowie Augenbeschwerden und wurden vor Ort durch den Rettungsdienst versorgt.
Kein Streich
Die Polizei Wildeshausen nahm die Ermittlungen auf und stellte zwei tatverdächtige Jugendlichen fest. Gegen sie wurden Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Denn das Versprühen von Reizgas ist kein „Streich“, sondern eine Straftat, bei der bewusst gesundheitliche Schäden bei anderen Personen in Kauf genommen werden. Den Verantwortlichen drohen empfindliche strafrechtliche Konsequenzen. Darüber hinaus müssen Erziehungsberechtigte damit rechnen, zivilrechtlich in Anspruch genommen und für entstandene Schäden haftbar gemacht zu werden.
Bildquelle: AdobeStock











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