Ratsgruppe DL/P/DL bangt um Delmenhorster Tafel

Gestern berichteten wir, dass der Vorstand und die Mitglieder der Delmenhorster Tafel e.V. wegen der ablehnenden Haltung der Stadt bezüglich den Anträgen auf Unterstützung und zur Einrichtung von Stellen die Auflösung des Vereins erwägt. Nun meldet sich die Ratsgruppe DL/P/DL in der Sache zu Wort.

„Eine Schließung der Tafel und eine Auflösung des Vereins würde eine Katastrophe für die Kunden dieser sozialen Einrichtung bedeuten“, erklärt Isabel D’Ambrosio, Ratsmitglied für die DL/P/DL und ergänzt: „Wir als Stadt Delmenhorst dürfen nicht über 4000 Bedürftige buchstäblich im Regen stehen lassen. Es wartet ein harter Winter auf alle Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, der nicht nur Bezieher:innen von Hartz 4 vor riesige Probleme stellen wird, sondern auch Bezieher:innen von mittleren und kleinen Einkommen zu Kunden der Tafel machen wird. Wir dürfen in dieser Situation nicht auch noch eine der letzten sozialen Einrichtungen der Stadt aufgeben.“

Alle müssen an einem Strang ziehen

Nachdem die Ratsgruppe bereits im Februar dieses Jahres einen Zuschussantrag für die Tafel gestellt hatte, zeigt sich der Fraktionsvorsitzende Joschka Kuty inzwischen entsetzt, dass sich die Situation dermaßen zugespitzt hat, dass sogar eine Auflösung des Vereins im Raume steht: „Anscheinend ist sich die Stadtverwaltung immer noch im Klaren darüber, welche wichtige Rolle die Delmenhorster Tafel im sozialen Gefüge unserer Stadt spielt. Es kann und darf nicht sein, dass hier monatelanges Schweigen herrscht und in Kauf genommen wird, dass die Versorgung einer erheblichen Zahl von Mitbürger:innen mit Lebensmitteln infrage gestellt wird.“ Die Ratsgruppe fordert daher alle politischen Kräfte der Stadt Delmenhorst auf, hier an einem Strang zu ziehen und die Tafel als Institution zu retten. Ferner fordert sie die Verwaltung auf, darzulegen, wie die Versorgung der Bedürftigen ohne die Tafel ablaufen soll.

 

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