Ratsfrau Oestermann: SPD fast einstimmig für Parkdeck Am Vorwerk – Bäume möglichst erhalten

30. 08. 2017 um 11:18:11 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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In die fortdauernde Diskussion über den möglichen Bau eines Parkdecks Am Vorwerk hat sich jetzt Bettina Oestermann von der SPD zu Wort gemeldet. Fast alle Mitglieder ihrer Fraktion SPD/Piraten im Stadtrat seien für das Vorhaben.
 
Am 14. August habe Bernd Oetken, Leiter der Firma Inkoop, neben Innenstadt-Kaufleuten auch Vertreter ihrer Partei zu einer Diskussion zum Thema eingeladen. Acht davon wären der Einladung gefolgt. “Daran ist großes Interesse innerhalb der Fraktion an diesem Thema erkennbar”, findet Oestermann. Dabei sei es weniger um Hertie-Entwickler Werner Uhde als vielmehr die Bedürfnisse der Kaufleute in der östlichen Innenstadt gegangen. Letzten Montag, 21. August, diskutierte die SPD in ihrer Fraktionssitzung darüber. Dabei hätten sich bis auf ein Mitglied alle für ein Parkdeck ausgesprochen.
 

Oestermann: Zu wenig Parkplätze Am Vorwerk

Laut Oestermann sei ihre Partei überzeugt, dass es Am Vorwerk zurzeit zu wenige Parkplätze gäbe. “Die Stellplätze sind außerdem sehr schmal, manche mit modernen PKW nur schwer zu benutzen”, meinte sie mit Blick auf gestiegene Autogrößen. Der Parkplatz bedürfe sowieso einer grundlegenden Sanierung.
 
Zudem sei das Wurzelwerk vieler Bäume vor Ort zu ausladend geworden und beginne, Straßenbelag und Parkflächen zu beeinträchtigen. “Andererseits fallen viele im hinteren Bereich unter die Baumschutzsatzung und dürften daher nicht gefällt werden”, fügte sie hinzu. Für ihre Fraktion sei es wichtig, dass der “Charakter” der Parkfläche unter hohen Bäumen trotzdem erhalten bleibe. Dazu sollten auch Bäume Drumherum weiter bestehen. “Dies kann auch gelingen, selbst wenn man ein Parkdeck baut.”
 

Erst Prüfung abwarten

Ob sich die Bäume Am Vorwerk zumindest teilweise erhalten lassen, indem der untere Bereich eines Parkdecks im Boden versenkt wird, müsse die städtische Bauabteilung klären. Diese Prüfung sie noch im Gange. Die Ergebnisse will Oestermann erstmal abwarten. “Zusammenfassend möchte ich klarstellen, dass die ‘Revitalisierung’ der Parkfläche Am Vorwerk nicht vorrangig von der ‘Revitalisierung’ der Hertie-Immobilie abhängig gemacht werden kann”, meint sie. “Die östliche Innenstadt kann für Unternehmer nur attraktiver werden, wenn die Parkmöglichkeiten vor Ort attraktiver gestaltet werden.”
 
Zudem würden mehr Parkplätze durch weitere Parkgebühren auch die Einnahmen der Stadt steigern. Ablehnend steht dieser Entscheidung SPD-Mitglied und Ratsherr Axel Unger gegenüber. Er hatte gestern mit anderen Gegnern des Parkdecks Am Vorwerk Gründe vorgebracht, die nach seiner Ansicht gegen das Projekt sprechen. Der Bau wurde von Hertie-Entwickler Werner Uhde ins Spiel gebracht, da er für einen potenziellen Ankermieter im leerstehenden Kaufhaus zusätzliche Parkplätze benötigt. Ob er schon einen interessierten Ankermieter hat, ist zurzeit unklar.
 
Foto: Ratsfrau Bettina Oestermann erklärt, ihre Partei, die SPD, sei mehrheitlich für ein Parkdeck Am Vorwerk.
 



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