Obacht an Delmenhorster Tankstellen: Diesel spürbar teurer geworden

Obwohl Rohöl am Weltmarkt deutlich günstiger geworden ist, steigen die Spritpreise. Wie könnte man dabei nur auf die verwegene Idee kommen, das habe unmittelbar mit der längst begonnenen Urlaubs- und somit Reisezeit zu tun? Der ADAC kritisiert die verzögerte Weitergabe der Preissenkungen. Die Verzögerung zwischen Einkaufspreis und Verbraucherpreis sei nicht nachvollziehbar.

Die aktuellen Zahlen sind eindeutig: Laut ADAC ist der Dieselpreis binnen einer Woche um 5,4 Cent gestiegen. Er liegt nun im bundesweiten Durchschnitt bei 1,643 Euro pro Liter. Auch Super E10 wurde teurer und kostet derzeit 1,712 Euro pro Liter – ein Plus von zwei Cent im Wochenvergleich.

Allerdings stehe der Preisanstieg an den Tankstellen im klaren Widerspruch zur Entwicklung am globalen Ölmarkt. So kostete ein Barrel Brent-Öl noch vor einer Woche rund 76 US-Dollar, inzwischen nur noch etwa 67 Dollar. Die Gründe sind sicherlich vielfältig. Der ADAC begeht in seiner ursächlichen Erläuterung sogar einen echten Fauxpas, zumal eine „vorsichtige Entspannung im Nahostkonflikt“ die Märkte beruhigt habe. Eine solche Beruhigung ist angesichts der neuerlichen Eskalationen zwischen Isreal und dem Iran und der militärischen Intervention der USA nicht annähernd vorhanden.

Korrekt hingegen ist die Einschätzung, der Euro habe gegenüber dem US-Dollar leicht zugelegt; aktuell liegt er bei 1,16 Dollar +/-. Die Folge ist, dass Ölimporte für den Euroraum günstiger ausfallen. Nur kommt der Vorteil bislang bei den Kfz-Fahrern nicht an. Indes exakt das vor allem beim Diesel vom ADAC massiv kritisiert wird, verweisen die Mineralölkonzerne auf übliche Marktmechanismen. So werden derzeit Tranchen verkauft, die zu höheren Konditionen als dem aktuellen Barrel-Preis eingekauft worden waren.

Ob hier gemauert wird oder die Spritpreise in den nächsten Tage tatsächlich fallen, bleibt sicherlich abzuwarten. Bislang helfen nur die hinlänglichen bekannten Tipps. Wer sparen will, sollte gezielt tanken. In der Regel sind die Preise morgens zwischen 07:00 und 08:00 Uhr am höchsten, abends zwischen 19:00 und 20:00 Uhr lassen sich im Schnitt rund 13 Cent pro Liter sparen.

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