Neue Maßnahme zum Schutz vor Eichenprozessionsspinner

Natürlicher Weg bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners: Der Fachdienst Stadtgrün und Naturschutz bringt in den kommenden Wochen 40 neue Nistkästen in besonders betroffenen Gebieten an, um die Ansiedlung von Meisen zu fördern. Ein Vogelpaar frisst pro Saison bis zu 17 Kilogramm der Raupen des Eichenprozessionsspinners.

Zudem kommen Nematoden zum Einsatz; winzigen Fadenwürmer, welche die Raupen im Frühstadium ihrer Entwicklung fressen. Der feine Sprühnebel der Nematoden wird in der Dämmerung auf die Eichen aufgebracht. Für die Natur und den Menschen sind diese Fadenwürmer völlig unbedenklich.

Funde bitte melden

Um die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig zu warnen, hat die Stadt Gebiete ausgewiesen, wo in den vergangenen Jahren vermehrt Eichenprozessionsspinner festgestellt wurden. So sollen mögliche Risiken schneller erkennbar und präventive Maßnahmen besser getroffen werden. Die bisher mobilen Schilder werden dort durch eine dauerhafte Beschilderung ersetzt. In Bereichen mit städtischen Bäumen, in denen besonders schutzbedürftige Personen wie Kinder und Senioren gefährdet sind – etwa auf Spielplätzen, Schulhöfen und in der Nähe von Seniorenheimen – sorgt der Fachdienst Stadtgrün und Naturschutz dafür, dass die Nester der giftigen Raupen entfernt werden. Bürgerinnen und Bürger können entsprechende Funde in diesen Bereichen melden, indem sie eine E-Mail an naturschutzdelmenhorstde senden.

Weitere Nistkästen geplant

Der Zeitraum, in dem sich die Raupen des Eichenprozessionsspinners zu Nachtfaltern entwickeln, reicht in der Regel von April bis Juli. Die genannten Maßnahmen zur Bekämpfung und Prävention werden in den kommenden Wochen umgesetzt. In den nächsten Jahren sollen weitere Nistkästen hinzukommen, um der Ausbreitung des giftigen Eichenprozessionsspinners langfristig entgegenzuwirken.

Bildquelle: Helge May / NABU. Textquelle: Stadt Delmenhorst

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