Neue Betrugsmasche mit der Sperr-Notrufnummer
Die Notrufnummer 116 116 kann gewählt werden, um Kredit-, Debit-, oder Girokarten sperren zu lassen. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch sind nun die ersten Fälle bekannt geworden, in denen Kriminelle die Nummer für betrügerische Anrufe genutzt haben.
Im aktuellen Fall erhielt ein Mann aus der südlichen Wesermarsch einen Anruf von der Sperr-Hotline, in dem ihm glaubhaft versichert wurde, dass auf seinen Bankkonten auffällige Transaktionen festgestellt worden seien. Er gewährte den Anrufern Fernzugriff auf seinen Laptop und ermöglichte den Betrügern so Zugang zu seinen Konten – und schon war er um mehrere tausend Euro ärmer.
Call ID Spoofing
Das Vorgehen wird als Call ID Spoofing bezeichnet und beschreibt eine Methode, bei der die angezeigte Telefonnummer bei der angerufenen Person manipuliert wird, um über die wahre Identität des Anrufers zu täuschen. Sehr häufig sind Fälle, in denen die polizeiliche Notrufnummer 110 im Display erscheint und angebliche Polizeibeamte versuchen, an das Ersparte der angerufenen Person zu gelangen. Egal welche Nummer angezeigt wird, eines haben die Anrufer gemeinsam: Betrügerische Absichten. Die Polizei warnt und fasst zusammen, dass vom (Sperr-)Notruf keine Anrufe ausgehen. Erscheint die 116116 im Display der angerufenen Person, handelt es sich um Betrugsversuche.









Symbolbild AdobeStock
Bastian Ernst
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