Nach Tod eines 19-Jährigen in Polizeigewahrsam – Obduktion angeordnet

08. 03. 2021 um 10:34:03 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Nach  dem Tod eines 19-Jährigen, der am 5. März in einer Gewahrsamszelle der Polizei Delmenhorst kollabiert und später in einem Krankenhaus verstorben war, wird nun eine Obduktion durchgeführt.

Wie die Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland, welche mit den Ermittlungen betraut wurde, bekannt gab, wird die Leiche des Mannes nun obduziert. Der Obduktionsbericht wird im Laufe der Woche erwartet, so ein Sprecher auf Nachfrage. Der 19 Jährige war am Freitagabend von der Polizei in Gewahrsam genommen worden, da er und ein weiterer Mann im Wollepark Drogen konsumierten. Als der 19-Jährige für eine Blutprobe mit auf die Wache kommen sollte, wehrte er sich, schlug einem Beamten mehrfach gegen den Kopf, sodass Pfefferspray gegen ihn eingesetzt werden musste. Als die Männer auf die Ergebnisse der Blutprobe warteten, hielt sich der 19-Jährige in einer Gewahrsamszelle auf. Dort kollabierte er plötzlich und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Einen Tag später verstarb er im Krankenhaus. Die genaue Todesursache ist noch nicht klar, die Obduktion soll für Aufklärung sorgen.

Verschwörungstheorien im Internet

Seit dem Fall werden vor allem in den Sozialen Medien viele Behauptungen, Annahmen und Theorien verbreitet, gesicherte Ergebnisse gibt es bislang aber nicht. Aus Neutralitätsgründen wurde die Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland mit der Aufklärung beauftragt. Auf Nachfrage sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion, man warte nun auf die Ergebnisse der Obduktion und werde diese dann so früh wie möglich bekannt geben. Die jesidische Jugend aus Oldenburg, der wohl auch der Verstorbene angehörte, hat bereits in einem Video dazu aufgerufen, sich nicht an der Verbreitung von Verschwörungtheorien zu beteiligen. Auch, wenn es ein tragischer Fall sei, das Internet sei kein rechtsfreier Raum und im schlimmsten Fall könnten die Verbreitungen von Unwahrheiten die Ermittlungen behindern.

Symbolbild: Im Fall des 19-Jährigen, der am 6. März in einem Krankenhaus verstarb, wird nun ein Obduktionsbericht angefertigt. 



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