MdB Susanne Mittag ist gegen massive Wildschweinjagd

12. 01. 2018 um 14:09:17 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat sich als Maßnahme gegen die Afrikanische Schweinepest für eine massive Reduzierung des deutschen Wildschweinbestands durch Jagd ausgesprochen. Das hält die Delmenhorster Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag für Aktionismus und schlägt stattdessen andere Maßnahmen vor.

Susanne Mittag kritisiert die Forderung des Bauernverbandes, vorbeugend gegen die Afrikanische Schweinepest den deutschen Wildschweinbestand mittels Jagd um bis zu 70 Prozent verkleinern zu wollen. „Abgesehen davon, dass die Schwarzwildbestände auch durch intensivere Jagd nicht nachhaltig reduziert werden können, sind bei der Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest beileibe nicht die Wildschweine die größte Gefahr, sondern Reisende und Berufskraftfahrer, die die Krankheit an Schuhen, Kleidung und Fahrzeugen mit nach Deutschland bringen“, so Susanne Mittag.

„Blinder Aktionismus“

„Anstatt im blinden Aktionismus sogar Muttersauen und Frischlinge zu schießen, gilt es, die Übertragungen durch den Transport zu verhindern.“ Bund und Länder seien nun in der Pflicht, den Transitverkehr stärker zu kontrollieren. Regelverstöße sollten konsequent sanktioniert und bestehende Wildzäune in den Grenzregionen repariert werden. Darüber hinaus sollten vor allem die Reisenden eindringlich darauf hingewiesen werden, keine Essensreste sorglos an Autobahnraststätten wegzuwerfen. Zudem seien insbesondere die Landwirte gefordert, durch präventive Hygienemaßnahmen die Schweinepest vom Stall fernzuhalten, sagt die Bundestagsabgeordnete.

„Warum steht die Wildschweinjagd so im Mittelpsunkt?”

Wildschweine seien in erster Linie ortstreue Tiere, sie verblieben in der Regel in ihrem Revier, so Mittag . Darüber hinaus führe die Afrikanische Schweinepest dazu, dass die Wildschweine rasch nach der Infektion bewegungsunfähig würden und verenden. „Es ist fragwürdig, warum die Wildschweinjagd so in den Mittelpunkt gerückt wird, obwohl doch die intensive Schweinezucht und transportbedingte Seuchenübertragungen im Fokus stehen sollten“, unterstreicht Mittag.





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