Mammographie-Screening: Delmenhorst braucht laut Murat Kalmis wieder einen festen Standort

Bisher konnten die Bürgerinnen Delmenhorsts ihre Mammographie-Untersuchungen direkt in ihrer Stadt durchführen. In diesem Jahr wurde der Standort jedoch nach Oldenburg verlagert ein Schritt, den Bürgermeister Murat Kalmış als nicht akzeptabel bezeichnet. “Unsere Bürgerinnen verdienen kurze Wege, schnelle Diagnosen und eine sichere Versorgung.“ Er werde sich dafür einsetzen, dass Delmenhorst diese Möglichkeit zurück erhält.

“Der ursprüngliche Screening-Standort war immer in Delmenhorst. Die Verlagerung nach Oldenburg benachteiligt unsere Bürgerinnen erheblich. Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, damit diese wichtige Vorsorgeuntersuchung wieder direkt in Delmenhorst angeboten wird.“ Nicht jede Frau könne die weite Fahrt auf sich nehmen, Mobilitätseinschränkungen oder gesundheitliche Gründe dürften nicht dazu führen, dass Menschen den Zugang zu lebenswichtigen Untersuchungen verlieren.

Kalmış betont, dass die Brustkrebs-Früherkennung entscheidend für die Gesundheit der Bürgerinnen ist und will sich persönlich dafür stark machen, dass Delmenhorst wieder als fester Screening-Standort zur Verfügung steht. Zwischenzeitlich war Delmenhorst Standort des Mamma-Mobils, der mobilen Einheit des Mammographie-Screening-Programms Niedersachsen-Mitte. Bis zum 08. August 2025 hatten alle vorab benachrichtigten Frauen die Möglichkeit, ihre Screening-Untersuchung hier durchführen zu lassen. Doch auch diese Option der kurzen Wege ist indes abgelaufen.

Eine am 09.07.2025 präsentierte Studie konnte belegen, dass das vor zwanzig Jahren eingeführte Mammographie-Screening-Programm für Frauen deutlich zur Verringerung der Brustkrebssterblichkeit beiträgt. Unter den Frauen, die am Mammographie-Screening teilnahmen, gingen die Brustkrebs-Todesfälle um 20 bis 30 Prozent zurück. Somit wird etwa jeder vierte Brustkrebs-Todesfall in dieser Gruppe dank des Mammographie-Screening-Programms verhindert. Bewiesen wurde durch die Auswertungen, dass der Nutzen für die teilnehmenden Frauen erheblich größer ist, als das sehr geringe Strahlenrisiko durch die Untersuchung.

Das bundesweite Früherkennungsprogramm richtet sich an Frauen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren, die am stärksten von Brustkrebs gefährdet sind. Innerhalb dieses Altersrahmens haben Frauen alle zwei Jahre Anspruch auf eine qualitätsgesicherte Mammografie im Rahmen des Mammographie-Screening-Programms.

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