Landtagspräsidentin im Ganderkeseer Rathaus
Die Niedersächsische Landtagspräsidentin Hanna Naber (SPD) ist am letzten Freitag von Bürgermeister Ralf Wessel und Erstem Gemeinderat Matthias Meyer im Ganderkeseer Rathaus empfangen worden. Anlass war eine Einladung zur aktuellen Ausstellung „Kriegsende in Ganderkesee“.
Von der Ausstellung im Lichthof, bei der auf 24 Infotafeln auf viele Einzelschicksale in der NS-Zeit in Ganderkesee eingegangen wird, zeigte sich Naber beeindruckt. Es sei enorm wichtig, sich der eigenen Vergangenheit bewusst zu sein, um daraus Lehren für Gegenwart und Zukunft zu ziehen. Als Lektüre nahm sie den Begleitkatalog zur Ausstellung sowie das Buch „Meine kleine Schwalbe“ der Australierin Nadia Lew mit. Diese war im März 1945 als heimliches Kind von landwirtschaftlichen Zwangsarbeitern, die in der heutigen Gemeinde Ganderkesee arbeiten mussten, geboren worden.
Eintrag ins Goldene Buch
Bürgermeister Wessel wies im Gespräch mit der Landtagspräsidentin auch auf den Auftritt von Ivar Buterfas-Frankenthal in Ganderkesee am 27. Januar dieses Jahres hin. Damals hatten 800 überwiegend junge Menschen den allerletzten öffentlichen Auftritt des Holocaust-Überlebenden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Die Erinnerungsarbeit vor Ort und das Vertrauen der Menschen in die Arbeit der Kommunen und Parlamente waren weitere wichtige Punkte, die zur Sprache kamen. Bei dieser Gelegenheit trug sich die in Oldenburg lebende Politikerin mit folgendem Satz ins Goldene Buch der Gemeinde ein:„80 Jahre nach Kriegsende in Ganderkesee. Herzlichen Dank für Ihren Einsatz für Demokratie, Frieden und Freiheit!“
Bildquelle: Gemeinde Ganderkesee / Hauke Gruhn, Julia Janßen












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