Landkreis Oldenburg soll Vorreiter bei der Klimaanpassung werden
Die Folgen des Klimawandels sind auch in unserer Region zunehmend spürbar. Längere Hitze- und Trockenperioden wechseln sich mit Starkregenereignissen ab, die Straßen, Keller und Grundstücke innerhalb kurzer Zeit überfluten können. Für Ratsherr Martin Faqeri und Dr. Christian Tödt (Die Linke) ist deshalb klar: Klimaanpassung muss zu einem der wichtigsten Zukunftsthemen für Ganderkesee und den gesamten Landkreis Oldenburg werden.
„Die Investitionen in den Katastrophenschutz sind ein wichtiger und richtiger Schritt. Gleichzeitig sollten wir den nächsten Schritt gehen und noch stärker in die Vorsorge investieren. Moderne Kommunalpolitik zeichnet sich dadurch aus, Risiken frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln“, erklärt Martin Faqeri, Ratsherr und Bürgermeisterkandidat für die Gemeinde Ganderkesee.
Auch für Dr. Christian Tödt, Kreistagskandidat der Linken für den Landkreis Oldenburg, liegt die Schlussfolgerung auf der Hand. Aus seiner Sicht sollte der Landkreis die bereits begonnenen Maßnahmen konsequent weiterentwickeln und das Prinzip der Schwammstadt künftig stärker berücksichtigen.
„Regenwasser sollte künftig möglichst dort aufgenommen, gespeichert und genutzt werden, wo es anfällt. Das entlastet bei Starkregen die Kanalisation, stärkt das Grundwasser und verbessert zugleich das Mikroklima in unseren Städten und Gemeinden“, sagt Dr. Tödt.
Der Bürgermeisterkandidat der Linken, Martin Faqeri, verweist zugleich auf die bereits vorhandenen Ansätze, auf denen aufgebaut werden kann. So fördert der Landkreis Oldenburg bereits Regenwasserzisternen und arbeitet an einem Konzept für nachhaltige Klimaanpassung. Faqeri begrüßt die bisherigen Entwicklungen ausdrücklich. Die Förderung von Regenwasserzisternen und ein nachhaltiges Regenwassermanagement waren bereits Gegenstand seiner politischen Anträge in Ganderkesee.
Dabei gehe es nicht allein um Klimaschutz, sondern auch um soziale Verantwortung: Gerade Menschen mit geringeren Einkommen können die Folgen von Starkregen, Hitze oder Gebäudeschäden häufig nicht ohne Weiteres finanziell auffangen. Klimaanpassung dürfe deshalb nicht vom Geldbeutel abhängen. Umso wichtiger sei es, die bestehenden Ansätze gemeinsam weiterzuentwickeln, Bürgerinnen und Bürger gezielt zu fördern und Vorsorgemaßnahmen dauerhaft in der kommunalen Planung zu verankern.
Als aktuellen Impuls nennt Faqeri das Land Bremen. Dort wurde jüngst ein Förderprogramm auf den Weg gebracht, mit dem Bürgerinnen und Bürger bei der Entsiegelung von Flächen, der Begrünung von Dächern und Fassaden sowie bei der Regenwassernutzung unterstützt werden sollen. „Bremen beginnt damit, private Vorsorge stärker finanziell zu fördern. Wir sollten aufmerksam prüfen, welche Erfahrungen dort gesammelt werden und welche Bausteine sich sinnvoll auf den Landkreis Oldenburg übertragen lassen. Es geht nicht darum, Konzepte einfach zu kopieren, sondern passende Lösungen für unsere ländlich geprägte Region zu entwickeln“, schlägt Faqeri vor.
Darüber hinaus sprechen sich beide Kommunalpolitiker dafür aus, das Schwammstadt Prinzip künftig bei allen größeren Bau- und Sanierungsmaßnahmen frühzeitig mitzudenken. Mehr Grünflächen, zusätzliche Bäume, wasserdurchlässige Beläge, Regenrückhalte- und Versickerungsflächen sowie eine klimaangepasste Bauleitplanung könnten dazu beitragen, die Städte und Gemeinden langfristig widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.
Zugleich regen sie an, dass der Landkreis Oldenburg, die kreisangehörigen Gemeinden, Wasserverbände, die Landwirtschaft, die Wirtschaft und die Bürgerschaft gemeinsam eine kreisweite Strategie zur Klimaanpassung entwickeln. „Wasser kennt keine Gemeindegrenzen. Deshalb sollten wir auch bei der Vorsorge über Gemeindegrenzen hinweg denken und handeln.“
Für Martin Faqeri und Dr. Christian Tödt steht dabei ein gemeinsames Ziel im Mittelpunkt: „Wir wünschen uns einen Landkreis Oldenburg, der Vorreiter bei der Klimaanpassung in Niedersachsen wird. Nicht durch große Schlagzeilen, sondern durch kluge Entscheidungen, die unsere Gemeinden sicherer, lebenswerter und zukunftsfähiger machen. Wenn wir heute gemeinsam handeln, schützen wir morgen unsere Häuser, unsere Infrastruktur und die Lebensqualität kommender Generationen. Das ist für uns verantwortungsvolle Kommunalpolitik.“
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((Beitragsbild oben: Martin Faqeri, Ratsherr der Gemeinde Ganderkesee, Bürgermeisterkandidat für Die Linke | Bildrechte: Annika Faqeri-Klafft))




Annika Faqeri-Klafft



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