Lagerhallen in Hatten brennen lichterloh – Großaufgebot der Feuerwehr bekämpft die Flammen

13. 11. 2019 um 09:39:26 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Auf dem Gelände eines Reifen- und Autozentrums an der Hermann-Ehlers-Straße im Ortsteil Sandkrug der Gemeinde Hatten entflammte gestern, 12. November, kurz nach 18 Uhr ein Großbrand. Betroffen waren zwei Lagerhallen. Darin war auch Gefahrgut gelagert, weshalb die Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten zeitweise Schutzanzüge tragen mussten.
 
Einem Arbeiter fiel Rauchgeruch auf, woraufhin er sich auf die Suche nach dessen Ursache begab. Sobald der Besitzer des Zentrums das Tor öffnete, loderten bereits die Stichflammen aus einer der Lagerhallen, die zu einem aus mehreren Hallen bestehenden 1.500 Quadratmeter großen Komplex gehört. Auch Nachbarn bemerkten die Flammen und liefen mit dem Feuerlöscher zur Halle. Damit die Feuerwehr freie Zufahrt hatte, wurden die Fahrzeuge vom Hof entfernt.
 

Feuer richtete komplette Zerstörung beider Lagerhallen samt Inhalt an

In der weiteren Entwicklung griff das Feuer, das meterhoch loderte, auf eine zweite Lagerhalle des Hallenkomplexes über. Der in den Hallen, die eine Werkstatt und den Reifenhandel umfassten, befindliche Inhalt wurde vollständig zerstört. Mehrere Lastwagen waren dort abgestellt.

Außerdem erlitt die Gebäudesubstanz beider Hallen einen erheblichen Schaden, weswegen diese nicht mehr nutzbar sind. Zur genauen Schadenshöhe konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Nach ersten Schätzungen soll diese im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen. Personen kamen durch den Brand und die entstandene Rauchentwicklung nicht zu Schaden. Ein angrenzendes Wohnhaus, das von der Hitze unmittelbar bedroht war, konnten die Feuerwehrleute schützen.
 

Gefahrstoffe verzögern Nachlöscharbeiten

Für die Löscharbeiten waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Sandkrug, Kirch- und Sandhatten, Wardenburg sowie die Berufsfeuerwehr aus Oldenburg mit rund 150 Einsatzkräften vor Ort. Als sie den Brand unter Kontrolle hatten, setzte der Besitzer sie darüber in Kenntnis, dass im Gebäude Gefahrstoffe wie Phosphor- oder auch Milchsäure lagerten.

Sofort zogen sich die Feuerwehrkräfte zurück und warteten auf Fachleute. In speziellen Schutzanzügen gingen diese in das zum Teil eingestürzte Objekt und nahmen Proben des Löschwassers. Erst als diese negativ ausfielen und klar war, dass die Behälter verschlossen blieben, konnten die Nachlöscharbeiten wirklich beginnen, die sich bis tief in die Nacht erstreckten.
 

Aufgrund der Rauchentwicklung erfolgte neben einer Verkehrsrundfunkdurchsage auch eine kurzzeitige Evakuierung von umliegenden Wohn- und Firmengebäuden. Zu geringen Sichteinschränkungen führte diese auch auf der im Nahbereich verlaufenden A29. Von der Polizei wurde der Brandort beschlagnahmt. Eine Brandortbegehung durch die zuständigen Brandermittler führte zu dem Ermittlungsergebnis, dass ein technischer Defekt für die Brandentstehung verantwortlich war. Somit kann Brandstiftung ausgeschlossen werden.
 
Bild: Ein Großbrand von Lagerhallen in Sandkrug zwang die Feuerwehr zu einem Großeinsatz. Bildquelle: NonstopNews



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