Kunst und Kunstgeschichte im Klimawandel

Was macht der Klimawandel mit der Kunst und der Kunstgeschichte? Dieser Frage geht der Kunsthistoriker Mateo Chacón Pino am kommenden Donnerstag um 18 Uhr in der Städtischen Galerie Delmenhorst nach. Der Eintritt zu dem Vortrag beträgt fünf Euro.

Der Verlust von Kulturgut durch den Klimawandel und die künstlerische Aufarbeitung desselben stellen die Kunstgeschichtsschreibung vor neue Herausforderungen. Nicht erst seit Kurzem befindet sich Kulturerbe auf der ganzen Welt in Gefahr, durch Umweltkatastrophen zerstört und vergessen zu werden. Dadurch stehen ebenso kulturelle Identität und lokale Zugehörigkeit auf dem Spiel. Zugleich begreifen viele Kunstschaffende den Klimawandel als zentrales Anliegen ihrer Arbeit.

Neue Herausforderungen

Anhand von historischen und aktuellen Beispielen zeichnet Mateo Chacón Pino bei dem Vortrag im Haus Coburg nach, inwiefern die Erderhitzung die Kunst und die Kunstgeschichte herausfordert und verändert. Etwa, wenn die Konservation von Kunstwerken mit Klimaschutz zusammentrifft oder Kunst den Klimawandel körperlich erfahrbar macht. Dabei werden auch grundlegende Voraussetzungen der Kunstgeschichte als Disziplin infrage gestellt: Wie kann sie über eine Kunst sprechen, die sich schon längst nicht mehr auf Objekte beschränkt, sondern immer weiter entgrenzt und sogar Umweltphänomene einschließt?

Der kolumbianisch-schweizerische Kunsthistoriker, Kurator und Autor Mateo Chacón Pino hat in verschiedenen Ländern Ausstellungsprojekte in Kunsträumen, Museen, Galerien und Bauernhöfen realisiert. Zurzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am documenta Institut und an der Universität Kassel im Fachgebiet Kunst und Gesellschaft. Seine Arbeit wird in besonderer Weise durch die Frage nach der Rolle der Kunst in der Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft motiviert.

  • Termin:
    Donnerstag | 3. April 2025 | 18 Uhr
    Städtische Galerie Delmenhorst | Fischstraße 30

Bildquelle: Can Wagener. Textquelle: Stadt Delmenhorst

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