Kein Rodelspaß mehr an Hügel am Paul-Schipper Ring – Spitze nach Beschwerde blockiert

07. 01. 2019 um 12:02:54 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Delmenhorst ist nicht als Stadt vieler Erhebungen bekannt, die sich zum Hinabfahren oder Rodeln eignen. Seit Dezember ist die Stadt um eine ärmer. Grund ist die Bepflanzung einer Hügelspitze im Baugebiet Paul-Schipper-Ring in Brendel im Stadtsüden. Um den gab es Streit.

Der betreffende Hügel liegt im Wohngebiet am Paul-Schipper-Ring am Ostende einer kleinen Wiese. Die wurde laut Stadtsprecher Timo Frers im Rahmen der Baugebiets-Erschließung hergestellt. Dabei sei auch der Hügel aus ausgehobener Erde entstanden. 2016 begannen die Arbeiten an der Grünfläche, seit 2017 können sich die Anwohner über Sitzbänke, dekorative Steine, Hecken, Mülleimer und neue Bäume freuen.

Nachbar fürchtet Verlust seiner Privatsphäre

Der Hügel hingegen fand nicht die Zustimmung aller Anwohner. So ging schon im November 2016 die Beschwerde eines einzelnen Nachbarn bei der Stadt ein. Dieser beklagte, dass Kinder von der Hügelspitze aus Einblick in sein Grundstück nehmen könnten. Vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg gab es im Juni letzten Jahres einen Vergleich. Demnach musste die Stadt die Spitze der kleinen Erhebung bepflanzen, damit die nicht mehr begehbar ist.

Nach der Empfehlung des Fachdienstes Recht der Stadt setzte die Verwaltung den Vorschlag im Dezember um. 300 Dünen-Rosen (Rosa pimpinellifolia) und drei Zierquitten (Chaenomeles nivalis) kamen auf die Spitze. Rundherum entstand zudem eine Einzäunung. Laut Frers sind keine weiteren Maßnahmen geplant. Wie viel die Bepflanzung kostete, lässt der Stadtsprecher offen.

Anwohner beklagt Verlust der Rodel-Möglichkeit

Ein anderer Anwohner, der uns bekannt ist, aber nicht mit Namen genannt werden möchte, kritisiert die Maßnahme: “Die Kinder sind von dort oben gerne mit ihren Fahrrädern oder Bobby-Cars herunter gefahren.” Diese Möglichkeit entfällt jetzt ebenso wie Rodeln bei Schneefall. Auch viele Familien im Wohngebiet seien mit der Bepflanzung nicht einverstanden. “Es ist schon erstaunlich, womit man als einzelner Bürger die Stadt nötigen kann, öffentliche Gelder auszugeben.”

Foto: Dieser Hügel bietet nach der Bepflanzung und Einzäunung seiner Spitze keine Gelegenheit mehr für Kinder, dort herunter zu fahren. Das stößt nicht bei allen Anwohnern auf Zustimmung.



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