Jobcafé bringt Firmen und Arbeitssuchende zusammen – Diesmal Erziehende im Fokus

12. 09. 2018 um 14:53:09 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Zweimal im Jahr richten das Jobcenter Delmenhorst und die Agentur für Arbeit gemeinsam ein Jobcafé aus. Dabei kommen Firmen, die Mitarbeiter suchen, und Arbeitssuchende zusammen. Heute (12. September) lagen dabei jene Kunden der Behörden im Fokus, die sich allein oder mit einem Partner um eigene Kinder kümmern.
 
Frank Münkewarf, Geschäftsführer des Jobcenters, sah das Jobcafé als ein Instrument an, um seine Kunden wieder in Arbeit zu bringen. Das Prinzip ist einfach: In entspannter Atmosphäre können Besucher mit Vertretern heimischer Firmen ins Gespräch kommen, die neue Mitarbeiter suchen. Diesmal nahmen sieben Firmen teil, darunter Lidl, Merkur Zeitarbeit, das Deutsche Rote Kreuz (DKR) und Schmalriede-Zink Metallverarbeitung.
 

Münkewarf: Berührungsängste abbauen

Diesmal wurden 94 Jobcenter- und 60 Arbeitsagentur-Kunden eingeladen. Allein- und gemeinsam Erziehende auf der Suche nach Arbeit kamen diesmal zum Zuge. Zwar fällt die Vermittlungsquote überschaubar aus – beim letzten Café im März gab es gerademal vier -, aber Münkewarf betonte: “Ich bin dankbar für jeden Abschluss.” Zugleich könnten Bewerber so Informationen zu verschiedenen Berufen und Firmen aus erster Hand erhalten. So würden auch Berührungsängste zu Firmen abgebaut.
 
Kristjan Messing, bei der Bundesagentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven Geschäftsführer des Bereichs Operativ, erklärte, dass für das heutige Café gezielt Firmen angeschrieben wurden, die Arbeit in verschiedenen Zeitmodellen ermöglichen. Den viele Eltern könnten keine Vollzeitbeschäftigung annehmen und sich um ihre Kinder kümmern. Entsprechend waren auch Teilzeitangebote vertreten.
 
Ebenfalls gemischt wurden die Anforderungen. Neben Helfern wurden auch Fachkräfte (für Weiterbildungen) gesucht. Ausgelernte Fachkräfte selbst sah Münkewarf weniger unter seinen Kunden. Der Markt sei leer gefegt, die gute Konjunktur sorge für eine große Nachfrage.
 

Firmen zufrieden mit Jobcafé

Dass die Idee vom Jobcafé ankommt, bestätigten die Firmenvertreter vor Ort. “Das ist eine tolle Veranstaltung”, sagte etwa Thomas Schmalriede von Schmalriede-Zink. “Hier gibt es die Möglichkeit, auf neutralen Boden Bewerber kennen zu lernen.” Die Atmosphäre sei entspannt. Er suchte unter anderem Produktionshelfer, Fachkräfte für Lagerlogistik und LKW-Fahrer.
 
Nach Auszubildenden, Kassierern und Filialleitern hielten seine Stand-Nachbarn von Lidl Ausschau. Filialleiter Jörg Gnutzmann aus Delmenhorst erklärte: “Wir wollen uns so breit wie möglich aufstellen.” Zu den Vertretern aus dem sozialen Bereich gehörte das DRK. Das hatte zurzeit zwar genug Mitarbeiter (auch im Pflegebereich), doch sei ein Personalmangel schon abzusehen, betonte Kreisgeschäftsführer Michael Pleus. “Wenn wir jetzt nicht eingreifen, bekommen wir ein großes Problem”, ergänzte er.
 

Kunden mit Angebot zufrieden

Viele der angeschriebenen Kunden nahmen die Möglichkeit wahr, sich vor Ort zu informieren. Dazu gehörte Stefan Demenat, der spontan vorbeikam. “Das ist schön gemacht hier, die Leute geben sich viel Mühe”, lobte er die Mitarbeiter, die das Café organisierten und betreuten. Auch dass die Führungsriege um Münkewarf selbst als Ansprechpartner zugegen war, fand er gut. Lediglich die Lautstärke sei etwas hoch. Er informierte sich über Angebote im Bereich Vertrieb.
 
Victoria Chechulina hat zwar schon eine Arbeit als Verkäuferin in einem Geschäft, fand die Angebote im Café aber trotzdem gut. Auch der persönliche Kontakt zu Firmen gefiel ihr. Deren Vertreter seien sehr freundlich, hilfsbereit und informativ. Sie meinte: “Ich wäre froh über eine weitere Einladung.”
 

Nächstes Café in einem halben Jahr

Das nächste Jobcafé findet voraussichtlich kommenden März statt. Veranstaltungsort ist der zweite Stock des Jobcenters Delmenhorst.
 
Foto oben: Stefan Demenat gehörte zu den Kunden, die sich im Jobcafé über Arbeitsangebote informierten.
 
Foto unten: Das DRK gehörte zu den Firmen, die neue Mitarbeiter suchen. Hier sind Florin Schulz (Leiter Rettungsdienst, links) und Kreisgeschäftsführer Michael Pleus zu sehen.
 

 



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