JHD: Mitarbeiter über Ratsbeschluss informiert – 73 Stellen sollen abgebaut werden

26. 10. 2017 um 16:57:18 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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In einer Mitarbeiterversammlung wurden heute (26.10.2017) die JHD-Mitarbeiter über den gestern Abend gefassten Ratsbeschluss informiert, der eine kurzfristige städtische 5 Millionen-Euro-Bürgschaft für das Krankenhaus beinhaltet. Zudem wurde heute bekanntgegeben, dass im Krankenhaus 73 Vollzeitstellen abgebaut werden sollen.

 
In der Vergangenheit war mehrfach berichtet worden, dass es aufgrund der Fusion Überkapazitäten beim Personal im JHD gebe. Heute wurde bekannt, wie viele Stellen betroffen sind. Von den insgesamt 630 Vollzeitstellen, die sich auf rund 1.000 Mitarbeiter verteilen, sollen 73 Vollzeitstellen abgebaut werden.
 
„Alle Bereiche werden betroffen sein“, sagt Geschäftsführer Ralf Delker. Wie viele Mitarbeiter gehen müssen, ist derzeit noch unklar. „Das werden wir mit den Betriebsräten und der Mitarbeitervertretung verhandeln müssen“, sagt Sebastian Witt, Fachanwalt für Arbeitsrecht.
 

“Die Zuversicht überwiegt”

Zur Stimmung unter den Mitarbeitern sagt der Ärztliche Direktor Dr. Frank Starp: „Es gibt eine gewisse Unsicherheit, das ist klar.“ Und er fügt hinzu: „Die Zuversicht überwiegt deutlich. Alle sind bereit, den Weg mitzugehen.“ Und was viele Patienten aufgrund des Personalabbaus besonders interessieren dürfte: „Es ist nicht zu befürchten, dass die Qualität leidet.“
 

“Bindung an das Haus ist groß“

Geschäftsführer Delker betonte, das Haus habe beim Personal derzeit keine übermäßig hohe Fluktuation, sondern eine „auf normalem Niveau, die Bindung an das Haus ist groß.“
 

“Werden den Förderbescheid beschützen“

Oberbürgermeister Axel Jahnz verwies noch einmal auf das Gespräch von Montag mit Sozialministerin Cornelia Rundt, deren Ministerium seine Unterstützung zugesichert habe, auch die Kommunalaufsicht habe ihr Okay für die erteilte Bürgschaft gegeben, „zwei Ministerien tragen das mit“, verdeutlichte Jahnz die Rückendeckung. Eine Absage erteilte Jahnz derweil an eine neuerliche Standortdebatte. „Den Förderbescheid werden wir beschützen, Stadtmitte, das ist die Richtung“, sagte er.
 





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