Hospizdienst Delmenhorst in Sorge über ausbleibende Förderung durch die Stadt
Der Hospizdienst Delmenhorst e.V. kann auf ein erfolgreiches Jahr mit gewachsenen Angeboten und großem ehrenamtlichem Engagement zurückblicken. Mit Sorge blickt man allerdings auf den Vorschlag der Stadtverwaltung, den Antrag zur digitalen Modernisierung im Haushaltsplan 2026 nicht zu berücksichtigen.
Trotz großer gesellschaftlicher Anerkennung zeigt sich der Hospizdienst enttäuscht über den Vorschlag der Verwaltung an den Rat der Stadt Delmenhorst den Antrag im Haushaltsplan 2026 als einzigen mit „Null Euro“ zu bewerten. „Unsere Beratung findet immer häufiger telefonisch oder digital statt. Dafür brauchen wir eine verlässliche technische Ausstattung“, betonen die beiden Koordinatorinnen. Der Verwaltungsvorschlag wird vom Verein als Zeichen mangelnder Wertschätzung gegenüber der ehrenamtlichen Arbeit vieler engagierter Menschen empfunden. Der Hospizdienst hofft, dass Politik und Verwaltung den Antrag im weiteren Verfahren noch positiv bewerten.
Ehrenamtliches Engagement und Ausbildung
Seit über 30 Jahren begleitet der ambulante Hospizdienst schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige – zu Hause, in Pflegeheimen und auf der Palliativstation des Delme Klinikums Delmenhorst. Derzeit engagieren sich 72 Ehrenamtliche, unterstützt von zwei hauptamtlichen Koordinatorinnen. Im Januar 2026 startet ein neuer Ausbildungskurs für Hospizbegleiterinnen und -begleiter, der mit einem Zertifikat abschließt. Anmeldungen sind noch möglich.
Trauer braucht Raum
Auch die Trauerarbeit bleibt ein wichtiger Bestandteil der Hospiztätigkeit. Neben Einzelgesprächen bietet der Hospizdienst eine offene Trauergruppe, ein Trauercafé sowie eine Männer-Trauergruppe an. Mit neuen Formaten wie „Trauer kommt nach draußen“ – monatlichen Spaziergängen in der Natur – und dem „Trauer.raum – weil Trauer Raum braucht“ schafft der Verein geschützte Orte für Begegnung, Austausch und neue Kraft. „Es
geht nicht um Lösungen, sondern darum, gesehen, gehört und begleitet zu werden“, betont der Hospizdienst und dankt allen, „die uns mit Zeit, Spenden oder Zuspruch zur Seite stehen.“











DelmeNews - Jörn Petersen
Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!