Hertie-Fläche: Wettbewerb zur Neuordnung beendet
Parallel zum Ende der Rückbauarbeiten im Mai dieses Jahres hatten der Rat der Stadt Delmenhorst und die Verwaltung bereits die Weichen für die künftige Nutzung des Areals gestellt. Nun ist der Realisierungswettbewerb zur Neuordnung der ehemaligen Hertie-Fläche abgeschlossen.
Auf der circa 2.900 Quadratmeter großen Freifläche sollen eine Außenstelle der Berufsbildenden Schulen II (Kerschensteiner Schule) untergebracht werden und Wohn- und Geschäftshäuser entstehen. In der Außenstelle der Schulen werden die Abteilungen Hauswirtschaft/Gastronomie, Pflege und Sozialpädagogik integriert. Zusätzlich ist die Nutzung durch externe Nutzergruppen, wie zum Beispiel die VHS, vorgesehen. So will man einen neuen Anziehungspunkt in der Innenstadt schaffen.
Drei im engsten Kreis
Um die bestmögliche architektonische und städtebauliche Lösung für die Bildungs- und Infrastrukturmaßnahme zu finden, wurde ein Realisierungswettbewerb für das Schulgrundstück mit einem Ideenteil für die zu veräußernden Grundstücksanteile durchgeführt. Insgesamt 117 Büros aus dem gesamten Bundesgebiet bewarben sich um die Teilnahme. Aus diesem Kreis wurden zehn Büros ausgelost, von denen neun schließlich ihre Entwürfe fristgerecht einreichten.
Eine Jury aus externen Architekten sowie Vertretern der Verwaltung und den vorgesehenen Nutzern hat diese bewertet. Nach intensiver Diskussionen über die zum Teil sehr unterschiedlichen Umsetzungsvorschläge setzten sich die Büros Bolwin Wulf Architekten Partnerschaft, Berlin (1. Preis), das Planungsbüro Rohling, Osnabrück (2. Preis), das StudioKUBIK mit NIIL Architekten GmbH, Berlin (3. Preis) und die LRW Architektur und Stadtplanung PartG mbB, Hamburg (Anerkennung), mit ihren Entwürfen durch. Die Auslobung, das Preisgerichtsprotokoll und die eingereichten Wettbewerbsbeiträge können unter www.delmenhorst.de/hertie eingesehen werden.
Weiteres Verfahren
Nun startet die Stadtverwaltung in die zweite Stufe des Qualifizierungsverfahrens zur Vergabe der Planungsleistungen: ein sogenanntes VgV-Verfahren (europarechtskonformes Vergabeverfahren nach der Vergabeverordnung VgV). Im Rahmen dieses VgV-Verfahrens werden die erst-, zweit- und drittplatzierten Büros aus dem Realisierungswettbewerb zur Teilnahme eingeladen, um zu ermitteln, wer letztlich den Planungsauftrag erhalten soll.
Ein solches Verfahren dauert in der Regel rund neun Monate. Im Anschluss kann die Beauftragung des ausgewählten Büros mit den weiteren Planungsleistungen erfolgen. Erst mit dieser Beauftragung wird dann auch die Schulbauplanung vergeben und fortgesetzt. Parallel dazu wird entschieden, wie mit dem angrenzenden Investorengrundstück weiter verfahren wird, da dessen Zuschnitt und Entwicklungsmöglichkeiten maßgeblich von den Ergebnissen des VgV-Verfahrens abhängen.
Bildquelle: Jörn Petersen. Textquelle: Stadt Delmenhorst









Symbolbild Adobe Stock
Stadt Delmenhorst
Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!