Hardball-Café darf nicht öffnen – Enttäuschung beim Betreiber

11. 05. 2020 um 17:11:57 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Cafés und Restaurants in Niedersachsen dürfen seit Montag, 11. Mai 2020 wieder öffnen. Eine Delmenhorster Lokalität, die das Wort „Café“ im Namen trägt, aber trotzdem geschlossen bleiben muss, ist das Hardball-Café in der Cramerstraße. Die Enttäuschung von Betreiber Sven-Ulrich Blank ist groß.

Sven-Ulrich Blank ist enttäuscht: Auf der Facebookseite des Billard-Cafés war seit Donnerstag vergangener Woche der „Re-Start“ mit der Hälfte der Billardtische für den heutigen Montag angekündigt. Doch daraus wurde nichts.  „Wenn der Verkauf der Getränke den der Speisen überwiegt, darf ich nicht aufmachen“, erklärt Blank. Dies habe sich aus einer neuen Verordnung des Landes Niedersachsen von Samstag ergeben, so Blank. Tatsächlich heißt es in §6 der Niedersächsischen Verordnung  zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 8. Mai 2020: „der Betrieb von Gaststätten in Gebäuden, bei denen der Schankwirtschaftsbetrieb den Speisewirtschaftsbetrieb deutlich überwiegt wie zum Beispiel Kneipen, Bars und ähnliche Betriebe, ist verboten.“

„Wir sind ein Billard-Café“

„Wir sind ein Billard-Café, keine Kneipe oder Bar. Er habe extra den Abstand zwischen den Tischen auf acht Meter vergrößert, die Ansteckungsgefahr sei in seinem Betrieb nicht größer als in einem Restaurant, so Blank. Die Speisen im Hardball-Café stammen vom Bistro Johannes, das im gleichen Gebäude (Helmut-Lange-Haus) eine Etage tiefer seinen Betrieb hat. Nun stattdessen eigene Speisen anzubieten, hält Blank für keine gute Idee: „Ich werde jetzt nicht Speisen anbieten und damit einem Betrieb im eigenen Hause Konkurrenz machen“, sagt er.

„Warum gibt es keinen Ausschuss für notleidende Unternehmen?“

Die Entscheidung, dass er nicht aufmachen darf, sei ihm heute durch die Stadt Delmenhorst mitgeteilt worden, „das trifft bei mir auf völliges Unverständnis“, sagt Blank. Neben Enttäuschungen über die Regelung vom Land Niedersachsen ist Blank aber auch über die mangelnde Unterstützung vor Ort enttäuscht: „Ich verstehe nicht, warum es in Delmenhorst seitens der Politik keinen Ausschuss gibt, der sich um Unternehmen in Not kümmert“, sagt Blank. Auch seitens der dwfg sei man bislang nicht auf ihn zugekommen.

„Hätte mich gefreut, wenn jemand auf mich zugekommen wäre“

„Ich habe ein Unternehmen mit 700 Quadratmeter in Innenstadtlage“, verdeutlicht Blank die Dimensionen. Sein Anruf beim Oberbürgermeister heute sei verpufft, wie er berichtet, er sei telefonisch gar nicht erst bis zum Stadtoberhaupt durchgedrungen. „Ich hätte mir gewünscht, dass mal jemand auf mich zugekommen wäre, aber auf mich ist keiner zugekommen.“ Auch die Wirtschaftsförderung habe sich nicht bei ihm gemeldet. Wie es nun weitergeht? „Ich weiß es auch nicht“, sagt Blank, „ich bin ein bisschen ratlos.“

 

Bildmontage oben: Betreiber Sven-Ulrich Blank darf das Hardball-Café nicht öffnen.

Bild: Archiv

 



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