Gruppe DL² fordert kostenloses Trinkwasser und Sofortprogramm für Hitzeschutz
Angesichts der zunehmenden Hitzebelastung in den Sommermonaten hat die Gruppe DL² zwei umfassende Anträge in den Rat der Stadt eingebracht: „Delmenhorst erfrischt: Kostenloses Trinkwasser im öffentlichen Raum und in Behörden“ und „Hitzegerechte Bildungs- und Pflegeeinrichtungen: Sofortprogramm für Delmenhorster Kitas, Schulen und städtische Pflegeeinrichtungen“.
Mit dem ersten Antrag soll der Zugang zu sauberem Trinkwasser an heißen Tagen als fester Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge verankert werden. Die Initiative sieht vor, dass in allen städtischen Gebäuden mit hohem Publikumsverkehr – wie dem Bürgerbüro oder der Stadtbücherei – an Hitzetagen verpflichtend kostenloses Trinkwasser für wartende Personen bereitgestellt wird. Darüber hinaus fordert DL² ein Konzept für die Installation weiterer öffentlich zugänglicher, kostenfreier Trinkwasserspender an stark frequentierten Plätzen – etwa am ZOB, auf dem Nordwollegelände nahe dem Museum sowie in den Graftanlagen am Spielplatz.
“Niemand darf in Delmenhorst an heißen Tagen gezwungen sein, ein kommerzielles Lokal aufzusuchen, nur um den Durst zu stillen. Kostenloses Trinkwasser im öffentlichen Raum und der Schutz in unseren Bildungs- und Pflegeeinrichtungen sind Gebote der Fürsorge, die besonders älteren Menschen, Familien und Mitbürgern mit geringem Einkommen zugutekommen. Die Stadt steht hier in der Pflicht, rechtzeitig und konsequent vorzusorgen.“, so Ratsherr Dr. Heinrich Lau.
Sofortprogramm für Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen
Um ein funktionierendes und temperaturangepasstes Lernumfeld zu garantieren, fordert die Gruppe DL² vor jeder Sommersaison eine verpflichtende, unbürokratische Mängel- und Funktionsabfrage für alle Verschattungs- und Lüftungsanlagen an städtischen Schulen und Kitas. Das Gleiche gilt auch für die städtischen Pflegeeinrichtungen. Festgestellte Defekte müssten durch das städtische Gebäudemanagement mit oberster Priorität vor dem Einbruch der ersten Hitzewelle behoben werden. Ergänzend werden sogenannte „Kita-Hitze-Kisten“ nach Karlsruher Vorbild gefordert, um Erzieherinnen und Erziehern spielerische Materialien und praktische Hilfsmittel zur temporären Abkühlung an die Hand zu geben.
„Hitzeschutz ist kein optionaler Luxus, sondern eine fundamentale Verpflichtung der Stadt zur gesundheitlichen Vorsorge und der sozialen Fairness. Unsere Kinder sind in den Sommermonaten zunehmend extremer Hitzebelastung in den Klassen- und Gruppenräumen ausgesetzt – gutes Lernen und eine gesunde Entwicklung funktionieren aber nur in einem temperaturangepassten Umfeld. “, erklärt der Gruppenvorsitzende der DL², Joschka Kuty.
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