Grundschüler mit Fleecedecken wärmen – Neues Projekt der Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung

18. 11. 2020 um 09:56:25 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Zu Wärme, Zusammenhalt und einem positiven Zusammensein für Kinder will die Sozialarbeit an Schulen der Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung in der Corona-Krise und jederzeit beitragen. Dazu dient das neu ins Leben gerufene Projekt „Herzenswärme gegen eisige Klassenräume“. Für Kinder an zwölf Delmenhorster Grundschulen sollen Fleecedecken, Bastelmaterial für Windlichter, sowie Boxen mit Literatur und CDs zur Verfügung gestellt werden. Über Spenden läuft die Finanzierung.
 
„Corona macht auch uns das Leben schwer. Das, was wir sonst zu dieser Jahreszeit machen, um die Kinder auf die Weihnachtszeit einzustimmen, wie zu basteln oder zu backen, ist jetzt nicht möglich“, berichtet Lydia Illenseer, Bereichsleiterin Sozialarbeit an Schulen von der Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung. Sowohl sie als auch die Geschäftsführerin der Stiftung, Merle Siedenburg, zeigten sich davon begeistert, als Clara Finke und Tobias Kanzok, Sozialpädagogen an der Grundschule Am Grünen Kamp, ihnen das Projekt vorstellten.
 

Zusammengehörigkeit stärken

Die beiden gehören zu den mehr als 20 Mitarbeitern der Stiftung, die an 15 Delmenhorster Schulen tätig sind. Neben neun Grundschulen sind ihre Sozialarbeiter noch an vier weiterführenden Schulen und zwei Förderschulen vertreten. Illenseer teilt mit: „Seit 2007 sind wir an den Schulen aktiv.“ Kanzok verdeutlicht: „Das Projekt zielt eher auf die Grundschulen ab.“

Bereits zwölf Schulen beteiligen sich daran, also auch einige, an denen keine Sozialarbeiter der Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung arbeiten. „Kinderherzen können coronabedingt in dieser kalten Jahreszeit nicht mit den unseren Angeboten erwärmt werden. Trotz des Abstands und eisiger Klassenräume infolge geöffneter Fenster durch regelmäßiges Stoßlüften soll für die Grundschulkinder ein Wohlfühlcharakter und Gemeinschaftsgefühl erzeugt werden“, erklärt Kanzok.
 

In Schulen findet Leben statt

Zwischen 2.000 und 2.500 Grundschüler sollen von dem Projekt profitieren. Finke merkt an: „Uns ging es darum, den Solidaritätsgedanken herauszustellen.“ Für Kinder ist die aktuelle Situation besonders schwierig. „Es ist eine seltsame Stimmung“, meint Finke. Ausdrücklich lobt sie, wie die Kinder damit umgehen, obwohl sie ihn ihrem Handeln eingeschränkt sind und nicht unbeschwert spielen können.

Mit dem Projekt soll symbolisch Wärme kreiert und Geborgenheit in der Schule vermittelt werden. Illenseer macht eine Feststellung: „Durch Corona haben wir gemerkt dass unser Motto ‚Schule ist nicht nur Lernort, sondern auch Lebensort‘ doppelt unterstrichen wird.“ Sowohl Freundschaften als auch das Beisammensein in der Schule bilden einen wichtigen Faktor.

Kreativität ist gefragt, weil die Pandemie die klassischen Aktivitäten der Sozialarbeit wie das Backen, Basteln, einen Basar oder Weihnachtsfeiern nicht zulässt. Daher bietet das Projekt etwas, das den Kindern an die Hand gegeben werden kann, um ihnen ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu vermitteln. „Wir machen es uns gemeinsam so schön wie möglich“, sagt Finke. Bei diesem Miteinander sind die Lehrkräfte selbstverständlich ebenso einbezogen.
 

Verteilung von Decken hat oberste Priorität

Auf die Frage, wie das Projekt zustande kam, antwortet Kanzok: „Ich habe im Internet gesurft und da etwas mit Herzenswärme gelesen. Mit ist zurzeit oft ziemlich kalt.“ Gelüftet wird nämlich auch bei den Sozialpädagogen. Mehrfach wurde Finke aus ihrem Freundeskreis berichtet, dass Kinder mit Decken und Jacken zur Schule geschickt werden.

Zu hören bekam sie auch, dass für Kinder mehrere Winterjacken angeschafft wurden, damit sie diese nach einer Weile wechseln können. Nicht jede Familie kann das leisten. „Wir können da Abhilfe schaffen. Der Titel des Projekts ‚Herzenswärme gegen eisige Klassenräume passt genau‘, ist Illenseer überzeugt.

Am wesentlichsten ist für die Projektverantwortlichen, dass alle Kinder der teilnehmenden Grundschulen eine persönliche Fleece- oder Kuscheldecke, die mit dem eigene Namen beschriftet ist, erhalten sollen. Finke hebt die Chance hervor, sich in eine Decke einzukuscheln. Darüber hinaus sollen von diesen Windlichter gebastelt werden, die zu einer wärmenden Atmosphäre beitragen. Material dafür sowie Boxen mit Literatur sollen für Schulen zur Verfügung gestellt werden.
 

Bis zu 10.000 Euro an Spenden sind erforderlich

Unter den Lehrkräften soll die Literatur aufgeteilt werden, die diese dann an die Grundschüler ausgeben. Enthalten sein sollen darin Mut-Mach-Geschichten, die auch vorgelesen werden können.
Für Entspannungsmomente sollen zudem CDs sorgen. Zur Verwirklichung des Projekts und dieser Anschaffungen ist die Stiftung auf Spenden angewiesen. Rund 10.000 Euro werden dafür benötigt.

Ohne bislang dafür geworben zu haben, gingen bereits 700 Euro auf dem Spendenkonto ein. Privatpersonen oder Unternehmen, die zu einer Spende bereit sind, können diese mit sofortiger Wirkung tätigen. Im Bedarfsfall kann Spendenbeleg ausgestellt werden. Die Verantwortlichen äußern den Wusch, die Summe schon vor den Weihnachtsferien gesammelt zu haben.

Allerdings ist ihnen bewusst, dass bis April Bedarf herrscht. Spenden können an folgendes Konto gezahlt werden:
SPENDENKONTO: Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung
IBAN: DE58 2805 0100 0001 2367 28
BIC: SLZODE22XXX
Verwendungszweck: Herzenswärme

Weitere Informationen können sich Interessierte bei Clara Finke und Tobias Kanzok vom Bereich Sozialarbeit an Schulen der Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung unter 0174 311 48 85 oder per E-Mail an
herzenswaerme@sozialarbeit-an-schulen.de einholen.
 
Bild: Die Idee zum neuen Projekt der Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung stammt von Clara Finke und Tobias Kanzok, Sozialpädagogen an der Grundschule Am Grünen Kamp.



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