Gedenkstätte zur Mahnung gegen sexuellen Missbrauch in Delmenhorst geschaffen

Als erste Institution in Delmenhorst hat die Kirchengemeinde St. Marien eine Gedenkstätte zur Mahnung gegen sexuellen Missbrauch geschaffen. Auf dem Gelände des Friedhofs an der Schanzenstraße wurde dazu am 17. November eine Trauer-Blutbuche gepflanzt, wie es Betroffene für alle Pfarreien des Bistums Münster vorgeschlagen hatten.

Bei nass-kaltem Schauerwetter versammelten sich am Sonntagnachmittag Gemeindemitglieder und Vertreter der Leitungsgremien sowie Seelsorger auf dem Friedhof an der Schanzenstraße. „Das trübe Wetter passt thematisch zum Anlass“, betonte Pfarrer Guido Wachtel und erinnerte eingangs daran, wie 2010 die Verbrechen des sexuellen Missbrauchs in Deutschland und auch in Delmenhorst bekannt wurden. Seit gut 15 Jahren setze man sich in St. Marien intensiv mit den Geschehnissen auseinander und arbeite intensiv daran, die Präventionsarbeit voranzubringen.

Die hängenden Äste der Trauer-Blutbuche sollen den Schaden symbolisieren, den Missbrauchsopfer ein Leben lang in sich tragen. (Foto: Kirchengemeinde St. Marien)

Um auf dem Gelände an der Schanzenstraße einen Ort der Besinnung und des Gedenkens zu schaffen, wurde eine Trauer-Blutbuche gepflanzt. Zudem platzierten Pfarrer Wachtel und Kirchenvorstand Hans-Georg Frenzel gemeinsam eine Gedenktafel, die das Zeichen der Trauer-Blutbuche dauerhaft erklären soll. Ein gemeinsames Gebet beschloss die offizielle Feier.

 

Bild oben: Am 17. November wurde auf dem Friedhof an der Schanzenstraße in Delmenhorst eine Gedenkstätte zur Mahnung  gegen sexuellen Missbrauch geschaffen.

Foto: Kirchengemeinde St. Marien

 

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