Freie Wähler stellen Programm und Kandidaten für den Stadtrat Delmenhorst / Ortsrat Hasbergen vor.
Nachdem die Freien Wähler zuletzt nicht mehr im Rathaus in Delmenhorst vertreten waren, treten sie nun für den Ortsrat Hasbergen mit Hajo Frommberger und Sven H. Erichsen sowie Jens Laube nur im Wahlbezirk 3 (Plz. 27751/27749) für den Ratssitz an. Auf ihrer Agenda stehen von Pragmatismus und Zukunftsfähigkeit geprägte Themen.
Einsetzen möchte man sich für positivere Rahmenbedingungen für Ansiedlungen neuer Unternehmen in der Stadt als auch den Industriegebieten. Im Fokus stehen weniger Auflagen und Anträge sowie reduzierte Gutachten für Wirtschaft und Mittelstand als auch Bürokratieabbau und die Verschlankung der Vorgaben mit zugleich kürzeren Wartezeiten bei wirklich wichtigen Anträgen. Sven H. Erichsen betont: „Wir setzen auch auf den Dialog mit einem immer offenen Ohr für die Probleme der Unternehmer unserer Stadt, denn die Firmen sind das Rückgrat des wirtschaftlichen Erfolges in Delmenhorst, da sollten die eingangs genannten Bedingungen einfach stimmen.“
Familien, Kinder und Jugend, Bildung:
Weiterhin heißt es im vorgelegten Programm: Viele Familien fühlen sich in Delmenhorst mit schnell erreichbarer ländlicher Idylle und der guten Anbindung und passender Infrastruktur mit dem Bahnhof an Städte umzu sehr wohl. Dazu zähle ebenso die familienfreundliche Kinderbetreuung und ein gut ausgebautes – allerdings noch ausbaufähiges – Schulsystem. So könne man beispielsweise die Schulbezirke anpassen, um kurze Wege für die Kinder zu ermöglichen.
Außerdem solle die Aufenthaltsqualität in Delmenhorst für Jugendliche in einigen Bereichen mehr aktiviert werden, etwa mit Outdoor Events und Freizeitanlagen, wobei aktuell nur die Lasertagarena und bald der Skaterpark vorhanden seien. Bislang fehlende Bolz- und Basketballplätze könnten mit Sponsoren, EU- und Landesmitteln, Fördergeldern und Subventionen realisiert werden.
Die Jugendlichen seien die Zukunft der schönen Stadt Delmenhorst und bräuchten Perspektiven. Hier solle unbedingt investiert werden. Da es in der Stadt an der Delme zudem keine richtige Feier-/Kneipenmeile gibt, flüchte die junge Zielgruppe fast komplett ins benachbarte Umland wie Oldenburg und Bremen und lasse dort ihr Geld. Auch da wollen die Freien Wähler vor Ort ansetzen, etwa mit einer Kneipenmeile beim Kino Maxx bzw. in der Gasse beim Steinhaus.
Verkehrspolitik, Winterdienstverordnung, Parkraumbewirschaftung
Der Umbau / Straßenbau wie aktuell in vielen Bezirken in Delmenhorst einsehbar, sollte nach Ansicht der Freien Wähler besser organisiert werden, beispielsweise mit kürzeren Bauzeiten und passenden Umleitungen. Sven Erichsen: „Klimamusterstadt wird man leider nicht durch erhöhte Abgaswerte.“ Ebenso wolle man sich vor dem Hintergrund der Wetterereignisse im Kontext der Erfahrungen mit dem Wintersturmtief Elli im Januar 2026 dafür einsetzen, dass der Einsatz von Streusalz in ganz Delmenhorst auf Straßen, Rad- und Fußwegen mit ökologisch und ökonomisch sinnvollen Streumitteln gewährleistet wird. Nach dem Vorbild von Ganderkesee könne hier ein Angebot als Nebenverdienst an Bürgergeldempfänger eine machbare Alternative darstellen.
Gleichwohl verweisen die Freien Wähler auf die mangelhafte Auslastung des Parkhauses und die damit einhergehende Notwendigkeit zur Subventionierung. Der Vorschlag lautet, am Stadtwall, am Vorwerk, an den Graftwiesen und im Parkhaus für eine halbe Stunde kostenloses Parken zu ermöglichen, anschließend 50 Cent für eine Stunde zu erheben, eventuell im Innenstadtbereich grundsätzlich gebührenfreies Parken mit Parkuhr zu bieten und das im Umland massiv zu bewerben. Sinn der Maßnahmen sei es, wieder Kunden in die Stadt zu bekommen.
Weitere Aspekte des Programms beziehen sich etwa darauf, bei der DELBUS einige Großbusse auszustellen und die Flotte mit flexibleren und wirtschaftlicheren Kleinbussen aufzufüllen, die Innenstadt mit Wasserspielen und mehr grüner Baumbeschattung attraktiver zu gestalten, auf die Reduzierung von wilden Müllablagerungen mitsamt Einführung von Kameraüberwachung bei realen Hotspots sowie die verbesserte Instandhaltung des öffentlichen Grüns.
Bezahlbarer Wohnraum in Delmenhorst:
Und selbstverständlich widmen die Freien Wähler sich dem Thema des bezahlbaren Wohnraums, insbesondere im Zusammenhang mit dem eklatanten Leerstand in Delmenhorst, so etwa in Düsternort und im Wollepark. In Zeiten von Fachkräftemangel und teurem Baumaterial sowie überbordender Bürokratie und Bauvorschriften würden sich eher seltener Bauherren finden lassen, die in solchen Zeiten mit viel Rendite bauen können. Daher sollten Kommunen wie Delmenhorst verschiedene regionale Ansätze zur räumlichen Entwicklung und zur Unterstützung der Wohnraumversorgung mit einbeziehen, etwa durch Förderung von Wohngenossenschaften, um die Marktlage zu stabilisieren und die Nachfrage nach bezahlbarem Sozialwohnraum bzw. generellem Wohnraum zu decken.
Umwelt und Klima:
Darüber hinaus betonen die Freien Wähler in Hasbergen, eine gesunde Umwelt sei kein Selbstzweck und auch keine Selbstverständlichkeit. „Wir sind für Förderung regenerativer Energieerzeugung sowie Artenvielfalt und Biodiversität. Außerdem sollte die heimische Natur und Kulturlandschaft erhalten bleiben und natürlich möchten wir im Allgemeinen die Lebensräume in Delmenhorst für Bürger, Tiere, Bäume, Pflanzen etc. noch verbessern bzw. weiter erhalten.“
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((Beitragsbild oben v. lks: Hajo Frommberger, Sven H. Erichsen, Jens Laube))





Freie Wähler Delmenhorst // DelmeNews


Quelle Ra Boe, Wikipedia
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