FDP-Forum in Delmenhorst sammelt Kritik zur neuen Schulentwicklungsplanung ab 2026
Auf dem FDP-Forum am 09. Oktober 2025 im Restaurant Ali Baba versammelten sich über 40 Vertreter der Grundschule Bernard Rein und der Hauptschule West um ihren Unmut über die Behandlung ihrer Schulen in der neuen Schulentwicklungsplanung ab 2026 zu äußern. Diese Planung sieht vor, dass die Grundschule ab Schuljahr 2027/28 nicht mehr besucht werden kann und die Hauptschule West ab Schuljahr 2029/30 an den Schollendamm umzieht, um dort die Räume des Max-Planck-Gymnasiums zu übernehmen.
Der FDP-Kreisvorsitzende Claus Hübscher nahm in der Veranstaltung die kritischen Anmerkungen der anwesenden Schüler, Eltern und Lehrer zur entgegen und listet die wichtigsten Aspekte auf:
- Die Stadtverwaltung habe die betroffenen Schulen nur kurzfristig vor Veröffentlichung der neuen Planung informiert und ist auf die Bedenken der Kollegien kaum eingegangen. Schüler und Elternvertreter wurden in die Planungen überhaupt nicht einbezogen.
- Da die Bernard-Rein-Grundschule aus dem Bundesprogramm „Startchancen“ ca. 800.000 Euro Fördermittel für die nächsten Jahre zugesprochen bekommen hat, sei nicht sicher, ob die Mittel verfallen oder mit auf die Schulen übertragen werden können, die nach Schließung die folgenden Jahrgänge aufnehmen werden. Da dafür verschiedene Grundschulen in Frage kommen, stelle sich die Frage, wenn eine Übertragung möglich ist, wie stellt sich diese in der Praxis dar?
- Die Elternschaft der Bernard-Rein-Grundschule bezweifele zudem die Feststellung, dass ihr Schulgebäude aus Denkmalschutzgründen nicht für einen Ganztagsbetrieb ausgerüstet werden kann, dieses auch in Zusammenarbeit mit der Realschule an der Lilienstraße, der auch für einen Ganztagsbetrieb die Mensa und weitere Räume fehlen. Dieses ließe sich an der Lilienstraße kooperativ lösen
- Die Vertreter der Hauptschule West bezweifeln, ob nach dem Umzug am Standort Schollendamm/Berliner Straße die erforderlichen allgemeinen Unterrichtsräume und vor allem Fachräume zur Verfügung stehen. Sie befürchten Unterricht in Containern und Umzüge an andere Schulen, wenn es um den Unterricht in der Fachpraxis geht. Das globale Versprechen einer verträglichen Lösung vor Ort erscheint unwahrscheinlich, wenn die bisherige gute Zusammenarbeit mit der BBSII und der Realschule an der Holbeinstraße praktisch ersetzt werden muss.
Die FDP-Vertreter verwiesen auf die Notwendigkeit einer Schaffung von Räumen für das neue Mittelstufengymnasium ab dem Schuljahr 2028/29, das ab 2026/27 schon in Mobilbauklassen am Brendelweg untergebracht werden soll. Eine Konkurrenz zwischen den Hauptschülern und Schülern des Gymnasiums um feste Klassenräume dürfe es nicht geben. Für beide müsse es mittelfristig um ordentliche Schulgebäude gehen, so der FDP-Chef Claus Hübscher. Die FDP konnte den Kritikern an der Planung insoweit versichern, dass die FDP-Fraktion beauftragt wird, die vorgebrachten Kritikpunkte durch entsprechende Vorschläge und Anfragen an die Verwaltung zu einer einvernehmlichen Lösung bzw. Aufklärung zu bringen.
Ansonsten sollte man der vorliegenden Beschlussvorlage in dieser Form letztendlich nicht zustimmen. Die FDP wartet in dieser Sache auch noch auf weitere Fragen und Hinweise, die vielleicht auf dem Forum nicht vorgebracht werden konnten. Informationen dazu können unter der Email- Adresse info@fdp-stadt-Delmenhorst.de übersandt werden.
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((Beitragsbild oben: FPD-Vorsitzender Delmenhorst – Claus Hübscher))





Michael Winter



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