FDP fordert: „Neubau Trinkwasserwerk nur wenn wirtschaftlich!“
Der FDP-Kreisverband fordert den geplanten Neubau eines Wasserwerkes auf den Graftwiesen streng auf Wirtschaftlichkeit und Umweltlegalität hin zu prüfen. In diesem Sinne begrüßt man es, dass im nächsten Umweltausschuss am 2. September öffentlich über den Planungsstand berichtet werden soll.
Insbersondere hofft man in der Partei auf eine aufschlußreiche Kostenkalkulation sowie Angaben zu möglichen Auswirkungen auf den Trinkwasserpreis. Da bereits beträchtliche Kosten für Planung, Ausschreibung sowie eine Pilotanlage zur Wasseraufbereitung anfallen oder bereitgestellt werden sollen, fordert die FDP eine zügige Bestätigung oder auch Rücknahme des Neubaubeschlusses durch den Rat. „Es haben sich mittlerweile die Voraussetzungen für das staatliche Genehmigungsverfahren, die Kostenstrukturen für den Bau und Betrieb eines neuen Wasserwerkes sowie die Qualitätsanforderungen an das Trinkwasser so gewaltig verändert, dass jeder weitere Planungseuro nur den augenblicklichen Trinkwasserzahler belastet und das Gesamtwerk noch unwirtschaftlicher erscheinen lässt!“, so der Chef der Delmenhorster Liberalen wörtlich.
Die Rechnung zahlt der Kunde
Auch fehle der FDP eine verbindliche Absprache mit dem OOWV, inwiefern eine kontinuierliche Wasserzulieferung ab 2029 möglich ist und mit welchen Preisen zu rechnen sein wird. Außerdem sollte die NABU-Stellungnahme zum Neubau eines Wasserwerkes ernst genommen werden, die auch den zukünftigen Trinkwasserbedarf als zu hoch kalkuliert kritisiert hat. Hier droht auf alle Fälle eine Verbandsklage gegen die eventuelle Baugenehmigung eines neuen Trinkwasserwerkes. Kurzum, der FDP-Kreisverband möchte den Beschluss des Neubaus noch einmal auf den Prüfstand bringen, bevor die Planungskosten zu hoch werden und nicht mehr amortisiert werden können. Denn die Endrechnung trägt dann der Wasserkunde allein.
Bildquelle: Fotolia










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