Farbschmierereien im Stadtgebiet: Verdächtiger gestellt
Am Samstag wurden der Polizei durch Zeugen eine Vielzahl von Farbschmierereien im gesamten Stadtgebiet von Delmenhorst gemeldet. Noch am selben Tag konnte man einen Tatverdächtigen identifizieren, dem bisher insgesamt 63 Fälle von Sachbeschädigung vorgeworfen werden.
Mit roter Farbe beschmiert wurden u.a. eine Gemeinschaftsunterkunft in der Westerstraße, die katholische Kirchengemeinde in der Louisenstraße, die Stadtkirche in Delmenhorst, eine Nachrichtenagentur in der Innenstadt sowie sechs Verkaufsbuden auf dem Weihnachtsmarkt. Ausserdem sind Sachbeschädigungen im Bereich der Düsternortstraße an Mehr- und Einfamilienhäusern polizeilich bekannt geworden. Stets hatte der Täter das arabische Schriftzeichen für „Gott“ aufgepinselt, weshalb eine politisch-ideologische Motivation zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte.
Farbe an den Händen
Ausschlaggebend für den schnellen Ermittlungserfolg waren detaillierte Zeugenangaben sowie Aufnahmen von Überwachungskameras. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Beschuldigten, war der 34-jährige Delmenhorster nicht nur im Besitz möglicher Tatmittel – er hatte sogar Farbe an den Händen. In einer ersten Vernehmung machte er einen verwirrten Eindruck, Hinweise auf einen ideologischen Hintergrund erhärteten sich aber nicht. Nach einer eingehenden ärztlichen Begutachtung wurde der 34-Jährige entlassen.
Bildquelle: AdobeStock












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