Extremer Temperaturrückgang in Delmenhorst prognostiziert – kommt der Siebenschläfer viel zu früh?

Im Anschluss an reichlich dunkle und kalte Wochen, schien das Wetter nunmehr richtig durchstarten zu wollen. Die Passanten schlenderten durch die Shopping-Zonen, gönnten sich ein Eis und hielten die freundlich lächelnden Gesichter in die Sonne. In der Fußgängerzone sang ein Straßenmusiker jamaikanische Songs, ein Hauch von Urlaubsfeeling inklusive. Doch die Freude scheint sich allenfalls in eine Vorfreude zu verpuppen. Die Temperaturen sollen fallen, und zwar massiv. 

Nach sommerlicher Wärme der vergangenen Tage soll ein extremer Wettereinbruch bevorstehen. Vorausgesagt werden von Wetterexperten Bodenfrost und Schäden in Natur und Landwirtschaft. Unmittelbar im Anschluss an die regelrechte Frühlingsexplosion mit Temperaturen nahe 30 Grad droht ein drastischer Temperatureinsturz. Laut unterschiedlicher Modelle wird ein Polarvorstoß bereits sehr kurzfristig prognostiziert. Laut den Meteorologen erleben wir aktuell Wetterextreme, die in ihrer Heftigkeit und Schnelligkeit ungewöhnlich sind. Tatsächlich soll ein Absturz der Temperaturen um 15 bis 20 Grad möglich sein. Sogar Frost soll in den Nacht- und frühen Morgenstunden bevorstehen.

Was für viele aufgrund der erneut zu erwartenden Kälte gefühlt schlichtweg unangenehm ist, stellt die Fachleute allerdings vor ein Interpretationsproblem. Ist die Entwicklung lediglich eine Ausnahme oder muss die im klimatischen Gesamtkontext begriffen werden? Wird der Temperatursturz im Kontext mit dem sogenannten Siebenschläfer gesehen, ließen sich die teils extremen Differenzen erklären. Nur käme der im Jahreszyklus deutlich zu früh. Den Bauernregeln und empirischen Daten zufolge fällt der nämlich in der Regel auf den 27. Juni, also rund zwei Monate später.

Demgegenüber soll auch in den nächsten Tagen in Delmenhorst und Umgebung kein Tropfen Wasser fallen, was den Land- und Forstwirten ebenfalls überhaupt nicht gefallen dürfte. Die Ernten und Erträge sind dadurch derart frühzeitig gefährdet wie selten zuvor. Erst recht vor dem Hintergrund, dass der Sommer europaweit immer extremer und trockener wird. Gleichwohl betrifft das die dadurch ansteigenden Waldbrandrisiken.  Die Besucher des Kramermarktes auf den Graftwiesen hingegen werden sich darüber freuen, so die Vorhersagen denn zutreffen sollten, da die Tage trocken bleiben und die Kälte sich hauptsächlich in der Nacht zu Wort melden wird.  Und auch beim heutigen Tanz in den Mai bleiben zwar nicht die Kehlen trocken, aber zumindest die Köpfe.

 

 

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